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27.09.2022

Platz vier bei Deutschen Meisterschaften

Dörthe Lange erfolgreich im Dreisprung

Dörthe Lange

Am letzten Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften der Senioren im bayrischen Erding statt. Leichtathletin Dörthe Lange vom TV Jahn Rheine hatte die Norm für diese Meisterschaften im Dreisprung der Altersklasse W50 in den vergangenen Wochen mehrfach geknackt und machte sich auf den weiten Weg in den Süden von Deutschland.
Leider waren die äußeren Bedingungen bei diesen Meisterschaften in vieler Hinsicht äußerst widrig. Das Wetter spielte überhaupt nicht mit. Noch zur Mittagszeit, zu der der Wettkampf startete, lagen die Temperaturen gerade einmal bei 10°C. Dazu gab es Regen und einen böigen Wind. Auch organisatorisch ließ viel zu wünschen übrig.

Das Stadion in Erding war erheblich kleiner als das Jahnstadion in Rheine, die überdachte Tribüne gerade einmal halb so groß, so dass es wenig Unterstellmöglichkeiten bei dem schlechten Wetter gab. Obwohl es sich um Deutsche Meisterschaften handelte, gab es keine Stellplatzkarten, keinen Call-Room, keine Startunterlagen usw. Trainer hielten sich trotz Verbotes im Innenraum auf. Einen Aufwärmplatz mit Sprunganlagen gab es nicht. Die Siegerehrungen fanden hinter der Tribüne ohne Zuschauerbeteiligung statt und bereits am Sonntagmittag waren die Urkunden ausgegangen. Der Dreisprung der Seniorinnen fand auf einer Weitsprunganlage statt, an der es keine Absprungbretter für den Dreisprung gab. Über die Gültigkeit der Versuche wurde ohne die inzwischen bei höheren Meisterschaften obligatorischen Kameras, die selbst bei den westfälischen Meisterschaften vorhanden waren, nur auf Sicht durch die Kampfrichter entschieden. Zur absoluten Verwirrung der Sportler waren die Absprungbalken durch fünf (!!) weiße Linien im Abstand von einem Meter zueinander markiert. Eine Orientierung war für die Sportler nur sehr schwer möglich, da ja außerdem noch ein sehr böiger Gegenwind wehte. So wurde es zu einem Glücksspiel, ob man an der richtigen Linie absprang. Mit der sechstbesten Meldeleistung angereist, versuchte Lange trotz der unglücklichen Bedingungen unter den Augen ihrer Tochter Jana, die von der Seite hilfreiche Tipps gab, ihr Möglichstes zu geben. Ihr erster Sprung war auch ihr weitester. Mit 7,82 m übertraf sie wenigstens die ursprüngliche Qualifikationsnorm, konnte aber später die anvisierten 8,00 m nicht mehr realisieren. Trotzdem freute sie sich hinterher, dass sie wenigstens den vierten Platz in der Konkurrenz für sich verbuchen konnte. Ohne Urkunde ging es dann am Nachmittag auf die lange Heimreise. Es ist nur schade, dass die Seniorenmeisterschaften in der Leichtathletik scheinbar keine große Wertschätzung mehr erfahren.

13.09.2022

Kreismeistertitel und Vereinsrekord für Dörthe Lange im Dreikampf

Podiumsplätze für Elin Berning, Charlotte Hagedorn und Leo Neugebauer

Am vergangenen Wochenende fanden im heimischen Jahnstadion erstmals seit 3 Jahren wieder die Kreis-Mehrkampfmeisterschaften statt. Vom ausrichtenden Verein TV Jahn Rheine nahmen zehn Sportler an den Meisterschaften teil.

Bereits am Samstag startete Seniorin Dörthe Lange in der Altersklasse W 50. Sie ging mit der Riege Frauen an den Start, da sie die einzige teilnehmende Seniorin im Dreikampf war. Nach zufriedenstellenden 9,42 m im Kugelstoßen stand der 100 m-Lauf an. Hier konnte sich Lange überhaupt nicht einschätzen, da sie über lange Zeit keine Sprints im Training absolvieren konnte. Sie erreichte in akzeptablen 16,45 s das Ziel.

Im Weitsprung konnte sie ihre Saisonbestleistung um 1 cm auf 3,47 m steigern. Insgesamt wurde sie mit 1565 Punkten Kreismeisterin im Dreikampf. Sowohl mit dieser Leistung als auch mit der 100 m-Zeit und dem Weitsprungergebnis stellte sie neue Vereinsrekorde auf.

Am Sonntag gingen neun Athleten an den Start. Elin Berning, Charlotte Hagedorn und Abby Lürwer traten den Wettkampf im Dreikampf der Altersklasse W 11 an. Sie begannen mit dem eher unbeliebten Schlagballwurf. Berning warf den Ball 23,0 m weit, Hagedorn kam auf 16,5 m und Lürwer auf 14,0 m. Im Weitsprung hatte Hagedorn dann die Nase vorn. Sie landete bei 3,98 m in der Grube und verpasste die 4 m-Marke nur knapp. Berning folgte mit 3,75 m vor Lürwer mit 2,83 m. Im abschließenden 50 m-Sprint lagen Hagedorn und Berning nahezu gleichauf. Hagedorn erreichte nach 8,38 s das Ziel, Berning nach 8,40 s. Lürwer benötigte 9,24 s. Insgesamt erkämpfte Berning mit ihren Leistungen den Vizekreismeistertitel mit 1071 Punkten. Hagedorn stand als Dritte mit 1017 Punkten auf dem Siegerpodest. Lürwer belegte mit 746 Punkten den zehnten Platz.

Ebenfalls einen dritten Platz erreichte Leo Neugebauer in der Altersklasse M12 im Dreikampf mit 906 Punkten. Er lief über die 75 m-Distanz die zweischnellste Zeit mit 11,02 s und kam im sich anschließenden Weitsprung auf 3,30 m. Zum Schluss warf er den Ball auf 19,0 m.

In der Altersklasse M 11 verpasste Mats Sojka denkbar knapp um zwei Punkte einen Platz auf dem Siegertreppchen. Mit 838 Punkten belegte er den vierten Rang im Dreikampf. Er startete in seiner schwächsten Disziplin, dem Schlagballwurf, mit 19,5 m. Im Weitsprung verschenkte er leider wertvolle Punkte und sprang 3,63 m weit. Im abschließenden Sprint näherte er sich mit 8,07 s der 8 s-Marke.

Philip Jürgens startete im Dreikampf der Altersklasse M8. Nach 15,5 m im Schlagballwurf, 2,46 m im Weitsprung und 9,96 s im 50 m-Sprint wurde er mit 471 Punkten Fünfter.

Einen siebten Platz belegten Tristan Guttermann in der Altersklasse M10 im Dreikampf mit 639 Punkten und Franka Lammers in der Altersklasse W11 im Vierkampf mit 1331 Punkten. Guttermann warf den Schlagball 21,5 m weit, sprintete die 50 m-Strecke in 9,22 s und sprang 2,79 m weit. Lammers sprang zunächst 3,78 m weit und anschließend auch noch 1,22 m hoch. Nach 21,0 m im Schlagballwurf sprintete sie die 50 m-Distanz in 8,87 s.

Mia Emde erreichte im Dreikampf der Altersklasse W10 den zehnten Platz mit 557 Punkten. Sie startete mit 2,46 m im Weitsprung und warf den Schlagball 9,5 m weit. Zum Schluss lief sie nach 9,95 s über die Ziellinie beim 50-m-Sprint.

Für die Leichtathleten des TV Jahn Rheine ist mit diesem Wettkampf die Freiluftsaison beendet. Bis zum Wintertraining nach den Herbstferien werden nun noch die Sport- und Laufsportabzeichen abgelegt, zu denen auch die Eltern herzlich als Teilnehmer eingeladen sind.

29.08.2022

Johanna Ides Traum von der Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft ist zum Greifen nahe.

13-jährige Leichtathletin vom TV Jahn Rheine deklassiert die Konkurrenz und übertrifft erstmals Qualifikationsleistung zu den Deutschen U16 Meisterschaften im Dreisprung. Dörthe Lange bestätigt die Norm für die Deutschen Seniorenmeisterschaften im Dreisprung.

Waren mit ihren Leistungen super zufrieden: Johanna Ide (li) und Dörthe Lange

Die noch 13-jährige Johanna Ide (W14) vom TV Jahn Rheine nahm am vergangenen Samstag bei den Staffelkreismeisterschaften in Horstmar am Einlagewettbewerb im Dreisprung der Altersklasse W 15 teil.

Die junge Athletin zeigte sich an diesem Tag in bestechender Form. Angeleitet von ihrem Trainer Martin Lange, gelang es Ide bereits im ersten Versuch im Hop-Step-Jump mit 10,78 m den Sieg für sich zu sichern und eine neue Bestleistung aufzustellen. Damit verbesserte Ide ihre alte Marke um unglaubliche 47 cm. Dies ist um so erstaunlicher, da sie erst kurz vor den Sommerferien am gleichen Ort ihre im Frühjahr aufgestellte Bestleistung von 9,84 m (vorher 9,31 m) auf die für eine 13-Jährige bereits außergewöhnliche Weite von 10,31 m verbesserte.

Dass sie nun mit 10,78 m auch noch die deutsche Norm von 10,70 m für die Altersklasse W15 übertreffen konnte, stellt eine außergewöhnliche Leistung für eine erst 13-jährige dar. Dass dieser Sprung keine Ausnahme war, bewies Ide, indem die noch Sprünge auf 10,77 m und 10,72 m folgen ließ. In ihrem letzten Versuch ließ sie erahnen, dass sie an diesem Tag auch die magische 11m-Marke hätte durchaus knacken können. Dort flog sie auf 10,48 m verschenkte aber vor dem Absprungbalken satte 40 cm. Diese Leistung ist um so höher anzurechnen, da sie vor 14 Tagen gesundheitlich stark angeschlagen und ihre übliche Spritzigkeit und Schnelligkeit noch nicht wieder gänzlich hergestellt war. Zudem konnte nur Marie Hellmann (Horstmar) mit 11,16m in der Frauenklasse als einzige Springerin in allen Altersklassen weiter springen als Ide.

Mit dieser außergewöhnlichen Leistung kommt Ide ihrem langjährigen Traum, an einer deutschen Meisterschaft teilzunehmen, ein großes Stück näher. Denn nun weiß sie, dass sie die geforderte Norm von 10,70 m, die sie in der Freiluftsaison 2023 nochmals zu erbringen hat, draufhat.

Bezeichnend fanden Ide und Lange auch, dass Ides Trainingskollegin Mia Schäche (W15), die eigentlich auch an den Start gehen und die 11 m-Marke knacken wollte, aber gesundheitsbedingt passen musste, am selben Ort vor den Sommerferien ebenfalls mit 10,78 m eine neue Bestleistung gesprungen ist und sich damit auch für die Deutschen Jugendmeisterschaften, die bereits in den Sommerferien stattfanden, im Dreisprung qualifizieren konnte, wo sie letztendlich mit 10,86 m 12. wurde.

Bei den Frauen startete Seniorin Dörthe Lange (W 50) im Dreisprung. Für Lange diente die Teilnahme im Dreisprung als Test für die Deutschen Seniorenmeisterschaften, die am 17./18. 09. 2022 in Erdingen stattfinden. Sie zeigte im Dreisprung der Seniorinnen der Altersklasse W 50 eine stabile Leistung und konnte eine Reihe guter Sprünge für sich verbuchen. Mit ihrem besten Sprung auf 7,94 m blieb sie nur knapp unter der angestrebten 8 m-Marke. Mit dieser Weite erfüllte Lange die Norm zu den Deutschen Seniorenmeisterschaften ein weiteres Mal in dieser Freiluftsaison. Insgesamt belegte Lange als einzige teilnehmende Seniorin den 4. Platz in der Frauenklasse.