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21.09.2020

Daniel Janssen knackt Kreisrekord im Hochsprung

Leichtathlet vom TV Jahn Rheine mit Top-Leistungen in Oer-Erkenschwick

Sprang mit 1,76m den Kreisrekord in der Altersklasse M40: 

Daniel Janssen vom TV JAhn Rheine

Am vergangenen Wochenende nahm Daniel Janssen vom TV Jahn Rheine nach längerer Wettkampf- und Trainingspause das Ziel, den Kreisrekord in der Altersklasse M40 im Hochsprung zu knacken, in Angriff. Nach einer kurzen gesundheitlichen Zwangspause hatte Janssen das Training seit knapp 14 Tagen wieder aufgenommen und sich nur rudimentär auf den spontan anstehenden Wettkampf vorbereiten können. Umso erfreulicher war es, dass es an der Hochsprunganlage richtig gut lief.

 

Janssen stieg in der Hauptklasse der Männer zunächst bei 1,64 m ein und überwand diese Höhe direkt im ersten Versuch. Bei 1,68 m passte der Anlauf noch nicht richtig, so dass er nach einer geringfügigen Änderung diese Höhe dann im zweiten Versuch sicher überwand. Die folgenden 1,72 m schaffte er dann wieder sofort im ersten Versuch. Bei 1,76 m zeigte sich dann der Trainingsrückstand, so dass Janssen diese Höhe erst im dritten Versuch deutlich überspringen konnte. Mit dem neuen Kreisrekord von 1,76 m (vorher 1,73 m) in der Tasche beendete Janssen den Wettkampf als Zweitplatzierter vorzeitig, um noch einige Körner für den anstehenden Weitsprung über zu lassen.

Auch im Weitsprung lief es deutlich besser als erwartet. Mit der ausgezeichneten Sprungserie von 5,95 m, 5,93 m, zwei ungültigen und zwei Sprüngen auf 5,96 m sicherte sich Jansen hier den Sieg in der Männerwertung und blieb nur 2 cm hinter dem bestehenden Kreisrekord von 5,98 m zurück. Nach dem Springen ärgerte sich Janssen etwas, da die beiden ungültigen Sprünge ein gutes Stück über die 6 m-Marke hinausgingen. Nach dem Kreisrekord im Hochsprung hat Jansen jetzt ein neues Ziel vor Augen. Er möchte sich in der Wintersaison wieder fit machen und technisch verbessern. Dann wird er im nächsten Jahr Zeit auch den Kreisrekord aus dem Jahr 1981 im Weitsprung zu knacken.  

15.09.2020

Carina Lange überzeugt mit Endkampfplatzierung im Hochsprung

Leichtathletin vom TV Jahn Rheine startete erstmals bei den Westfalenmeisterschaften im Freien

Genoß nach gelungenem Hochsprung (1,41m, Platz 8) die Aussicht über das toll gelegene Hagener Stadion: Carina Lange

Am vergangenen Samstag startete Carina Lange vom TV Jahn Rheine das erste Mal bei den Westfalenmeisterschaften Im Stadion in der Altersklasse W14 im Hochsprung. Schon während der anderthalbstündigen Anfahrt nach Hagen äußerte die junge Leichtathletin noch ihren Wunsch, dass sie gerne unter die besten Acht springen würde und eine Höhe jenseits der 1,40 m toll wäre. Auch kamen einige Bedenken zur Sprache, da sie das letzte Mal im März diesen Jahres an einem Hochsprungwettkampf teilgenommen hatte und seitdem coronabedingt nur in den Wochen nach den Sommerferien für einige wenige Sprünge im heimischen Jahnstadion ihre Form testen und ein wenig Sprunggefühl aufbauen konnte. Lange Zeit war auch nicht klar, ob die westfälischen Meisterschaften überhaupt noch stattfinden würden.

 

Nachdem Lange sich dann relativ sicher eingesprungen und geringfügige Änderungen im Anlauf vorgenommen hatte, startete sie gut in den Wettkampf. Sie konnte im Laufe des Wettkampfes die 1,41 m im zweiten Versuch überwinden. Auch bei 1,46 m gelangen Lange drei sehr guten Sprünge, die deutlich über dieser Höhe lagen, doch zeigte sich hier der Mangel an Sprungroutine. Lange fehlte bei Sprunghöhen an Ihrem Limit das nötige Gefühl für das richtige Timing bei der Lattenüberquerung und schaffte es nicht, die Sprünge über der Latte lange genug zu halten. Daher touchierte sie die Latte jeweils leicht mit den Füßen, so dass diese trotz ausreichender Sprunghöhe dann doch noch zu Boden fiel. Lange beendete damit den Wettkampf mit eher positiven Gefühlen, da sie mit der übersprungenen Höhe von 1,41 m und dem achten Platz ihre geäußerten Wünsche erreicht hatte. Dennoch schwang auch ein kleines bisschen Wehmut mit, da bei den Sprüngen bei 1,46 m wirklich viel Luft zwischen ihr und der Latte war und sie dennoch unglücklich gerissen hatte. Ihrem Trainer und Vater Martin Lange verriet sie direkt nach ihrem letzten Sprung, dass sie gerne weitergesprungen wäre, da sie nach der ganzen coronabedingten trainings- und wettkampffreien Zeit richtig Spaß am Fliegen und an dem Wettkampf gehabt habe. Mit diesem Motivationsschub im Gepäck freut sich Carina auf die kommende Wintersaison in der Halle und möchte alles geben, um bei den nächsten Westfalenmeisterschaften wieder dabei sein zu können.

05.09.2020

Lange-Trio überzeugt beim Dreisprung-Meeting in Horstmar

TV Jahn Leichtathletinnen versuchen sich in der technisch höchst anspruchsvollen Disziplin des Dreisprungs

Dreisprungtrio der Familie Lange: v.l. Jana, Dörthe und Carina Lange

Am vergangenen Montag nahmen Jana (W 14) und Carina (W 14) und Dörthe Lange (W 45) am kurzfristig angesetzten Dreisprungmeeting in Horstmar teil. Das Meeting sollte AthletInnen aus dem Kreis noch die Chance geben, sich mit dem sogenannten Hop-Step-Jump für die Westfalenmeisterschaften im Dreisprung der Jugendlichen in zwei Wochen zu qualifizieren. Jana und Carina mussten vor Ort aber eine Altersklasse höher starten, da es für die W 14 noch keinen Dreisprung gibt und sie auch nicht auf den Westfalenmeisterschaften starten dürfen.

Die Zwillinge gingen trotzdem mit viel Elan und mit dem Motto „früh übt sich wer ein Meister werden will“ ins Rennen und machten ihre Sache ausgezeichnet. Sie konnten ihre Trainingsbestleistungen (ca. 8 m) mit jedem Sprung deutlich verbessern.  Carina nutze ihre langen Beine, startete mit 8,27 m und steigerte sich auf tolle 8,78 m. Damit sicherte sie sich den zweiten Platz.

Jana, die ein ganzes Stück kleiner ist als ihre Schwester, machte dieses Defizit mit viel Biss und einer tollen Technik nahezu wett. Sie flog in ihrem ersten Versuch auf für sie sehr gute 7,78 und schaffte es, sich dank ihrer sauberen Technik auf nach und nach auf ausgezeichnete 8,58 m und den Bronzerang zu katapultieren.

Vor den beiden gewann Kim Vaske (W 15) von der LG Emsdetten, die, wie auch Jana und Carina bei Martin Lange den Dreisprung trainiert. Leider zeigte sich bei Vaske, dass sie die letzten drei Wettkampf- und Trainingswochen noch deutlich in den Beinen hatte. Mit wirklich schön anzuschauenden, technisch blitzblanken Sprüngen legte sie 10,75 m in die Grube und verfehlte damit den Kreisrekord nur um 16 cm.  Eigentlich war Vaske angetreten, um deutlich über die 11m-Marke zu springen, so dass sie sich im Nachhinein über ihre Leistung ziemlich ärgerte. Dennoch reichte die Weite, um sich sicher für die Westfalenmeisterschaften zu qualifizieren. Dort will sie nun die Elfmetermarke überspringen und sich einen Podiumsplatz sichern.

Dörthe Lange (W45) startete bei den Frauen, da es dieses Mal keine getrennte Seniorenwertung gab. Mit sehr konstanten Sprüngen holte sie sich die Silbermedaille, blieb aber leider hinter den von ihr angestrebten 8 m (Qualifikation für die Deutschen Senioren-Meisterschaften) mit 7,84 m zurück. Aber wie das immer so ist, des einen Leid ist des anderen Freud und so freuten sich Jana und Carina, dass sie das erste Mal deutlich weiter gesprungen waren als ihre Mutter und Trainerin.