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14.03.2022

NRW-Meistertitel für Dörthe Lange

TV Jahn-Leichtathletin siegt im Dreisprung

Dörthe Lange - NRW-Meisterin im Dreisprung

Am vergangenen Samstag fanden unter strengen Corona-Auflagen in der Leichtathletikhalle in Düsseldorf die NRW-Meisterschaften der Senioren statt. Die Veranstaltung sollte eigentlich schon Anfang Januar durchgeführt werden, wurde aber aufgrund der Corona-Lage abgesagt und auf den März verschoben. Diese Verschiebung war für Leichtathletin Dörthe Lange vom TV Jahn Rheine von Vorteil, da sie im Januar wegen eines Coronafalls in der Familie nicht hätte starten können. So machte sich Lange mit ihrer Tochter Jana als Coach und Betreuerin auf den Weg in die Landeshauptstadt.

 

Morgens begann der Wettkampftag für sie mit dem Kugelstoßen. Da Lange in diesem Jahr in die Altersklasse W 50 gerutscht war, durfte sie erstmals mit der leichteren 3 kg-Kugel stoßen. So ganz hatte sie sich bisher noch nicht mit dem leichteren Gewicht angefreundet und zeigte im Training sehr schwankende Weiten. Das Ziel für sie war deshalb eine Weite jenseits der 9 m-Marke. Bereits im ersten Stoß gelang ihr dies, als ihr Stoß bei 9,39 m landete. Obwohl noch ein weiterer Stoß über die 9 m-Marke ging, blieb es bei der Leistung aus dem ersten Stoß. Sie konnte sich damit über den Vizemeistertitel freuen. Nach einer längeren Pause folgte dann am späten Mittag der Dreisprungwettbewerb, der erstmals bei den NRW-Meisterschaften angeboten wurde. Lange hatte sich lange überlegt, ob sie an den Start gehen sollte. Im letzten Jahr war ein Sprungtraining aufgrund ihrer Achillessehnenverletzung fast unmöglich. In den letzten Wochen versuchte sie dann bei ungünstigen Bedingungen im Jahnstadion einige Sprünge und war froh, schmerzfrei zu trainieren und auch immer häufiger vom 7 m-Brett in der Sandgrube zu landen. Ziel bei den Meisterschaften war es deshalb, gültige Sprünge über 7 m zu erreichen. Beim Einspringen passte der Anlauf dann auch überhaupt nicht. Erst nach Rücksprache mit ihrer Tochter und einer deutlichen Verlängerung des Anlaufs reichte es dann für Sprünge in die Grube. Um so erstaunter war Lange, dass bereits ihr erster Wettkampfsprung auf 7,75 m und damit viel weiter als vermutet ging. Im zweiten Versuch steigerte sie sich nochmals auf 7,91 m. Die folgenden Sprünge waren dann kürzer oder ungültig, da sie hochmotiviert zu viel gab, so dass der Anlauf wieder nicht mehr passte. Mit den 7,91 m wurde Lange NRW-Meisterin und stellte nach dem Wettkampf fest, dass sie auch die Qualifikation für die Deutschen Senioren-Meisterschaften geschafft hätte, die aber leider in der Hallensaison nicht stattfinden. Auch im Sommer gibt es bisher leider noch keinen Termin und Ausrichter für diese Meisterschaften. Zufrieden mit ihren Leistungen hofft Lange nun auf eine „normale“ Freiluftsaison.

16.02.2022

Johanna Ide siegt im Dreisprung

Leichtathletin vom TV Jahn Rheine springt neue Bestleistung

Johanna Ide

Am vergangenen Sonntag nahm die dreizehnjährige Johanna Ide an einem kleinen aber feinen Dreisprungwettkampf der Jahrgänge W14 und W15 in Kamen Kaiserau teil. Zum Wettkampf hatte der Landesleistungstrainer Robert Labjon eingeladen, um den jungen Athleten noch die Chance zur Qualifikation für die westfälischen Jugend-Meisterschaften Anfang März zu geben. Durch die Hürde der strengen Coronaeinschränkungen und der Tatsache, dass Dreisprung generell selten bei Wettkämpfen angeboten werden, waren alle Teilnehmer für dieses Angebot sehr dankbar.
 

Ide musste nach mehrmonatiger Trainingspause leider ohne ihren erkrankten Trainer Martin Lange anreisen und wusste daher nicht, wie der Wettkampf für sie ausgehen würde. Zunächst galt es beim Einspringen herauszufinden, ob die Sprünge vom 7 m-Brett oder dem 9 m-Brett möglich waren. Glücklicherweise war Ide so gut drauf, dass sie schnell entschied, vom 9 m-Brett zu springen.

Gleich beim ersten Durchgang gelang es Ide, mit einem weiten Hop-Step-Jump 9,84 m weit zu springen und damit direkt eine neue Bestleistung aufzustellen. Im Folgenden setzte sie noch Sprünge auf 9,51 m, 9,45 m und 9,55 m und einen auf die Weite von 9,81 m, womit sie ihre gute Form noch einmal bestätigte. Insgesamt gewann sie den Wettkampf der W 14 mit deutlichem Vorsprung. Leider gelang ihr in diesem Wettkampf noch keine gute Landung, so dass sie an dieser Stelle noch gute 30-40 cm liegen ließ und mit entsprechender Landetechnik auch Weiten gut jenseits der 10 m-Marke möglich wären.

Nach dem Wettkampf suchte sie dann noch der Landestrainer Robert Labjan auf, um ihr zu ihrer tollen Leistung zu gratulieren und ihr mitzuteilen, dass er sie für den Kader ins Auge gefasst habe. Mit diesem Lob und Zuspruch war Ide am Ende des Wettkampfes rundum zufrieden und freut sich nun auf weitere Wettkämpfe. Da es bei den Westfalenmeisterschaften nur 15-Jährigen die Teilnahme gestattet ist, steht noch aus, ob Ide mit einer Sondergenehmigung bei den Meisterschaften starten darf, denn mit ihrer Sprungleistung hat sie die Norm zur Teilnahme deutlich erfüllt.

 

31.01.2022

Mia Schäche Kreismeisterin im Weitsprung

Dritte Plätze für Johanna Ide im Weitsprung und Ida Moschner im Kugelstoßen

erfolgreich am Sonntag in Ibbenbüren (v.l.): vorne: Melissa Pfaffenrot,
Ida Moschner, Abby und Jannik Lürwer; hinten: Mia Schäche und Johanna Ide

Am Sonntag fand der zweite Teil der Kreis-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in der Kreis-Sporthalle in Ibbenbüren statt. Diesmal standen die Disziplinen Weitsprung und Kugelstoßen für die Athleten der Altersklassen U12 – U16 auf dem Plan. Der TV Jahn Rheine nahm mit neun Sportlern an den Wettkämpfen teil, die wiederum fast ausschließlich Bestleistungen aufstellten.

Zunächst startete wieder die Altersklasse M 10 mit dem Weitsprungwettbewerb, an dem Tristan Guttermann an den Start ging. Nach einigen Sprüngen um die 2,50 m steigerte er sich im letzten Sprung auf 2,74 m und belegte damit den siebten Platz.

 

Bei den Sportlerinnen der Altersklasse W 10 nahmen Olivia Barnes und Emily Beier den Wettkampf auf. Barnes weitester Sprung landete bei 2,36 m in der Sandgrube, mit dem sie den sechsten Platz erreichte. Beier sprang 2,46 m weit und wurde damit Fünfte.

Abby Lürwer nahm am Weitsprungwettbewerb der Altersklasse W 11 teil. Nach einem ungültigen Sprung verbesserte sie sich noch auf 2,70 m und belegte den 11. Platz.

Erstmals im Kugelstoßen startete Ida Moschner in der Altersklasse W 12. Vier ihrer Stöße landeten jenseits der 4-Meter-Marke. Mit dem besten Stoß erreichte sie 4,38 m und verpasste als Dritte den zweiten Platz um nur 6 cm. Anschließend nahm sie zusammen mit Melissa Pfaffenrot am Weitsprung teil. Moschner kam als Neunte mit 2,79 m nur knapp nicht in den Endkampf der besten acht Sportler. Pfaffenrot sprang 2,90 m weit und belegte in der Endabrechnung Platz acht.

Jannik Lürwer nahm den Wettkampf der Altersklasse M 14 auf. Als Rollstuhlfahrer startete er im Kugelstoßen und bekam eine hohe Anerkennung von den Trainern und Athleten für diese Teilnahme bei den Kreismeisterschaften. Nachdem er seine anfängliche Nervosität überwunden hatte, steigerte er sich auf die Weite von 4,27 m und wurde insgesamt Fünfter.

In der Altersklasse W 14 nahm auch Johanna Ide am Kugelstoßen teil. Ihr weitester Stoß landete bei 6,90 m und sie erreichte damit den fünften Platz. Im anschließenden Weitsprung gab es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um den Kreismeistertitel. Die Plätze ein bis drei lagen gerade einmal um 14 cm auseinander. Ide erreichte mit 4,41 m fast ihre Bestleistung aus dem Sommer und stand als Dritte auf dem Siegerpodest.

Auch Mia Schäche begann zunächst mit dem Kugelstoßen in der Altersklasse W 15. Vier ihrer Stöße lagen im Bereich um 7,50 m. Der weiteste Stoß wurde mit 7,63 gemessen, was ihr zum dritten Mal an diesem Wochenende einen dritten Platz einbrachte. Im abschließenden Weitsprung hatte sie zunächst etwas Probleme mit dem Anlauf. Im dritten Sprung konnte sie sich mit 4,50 m an die Spitze des Feldes setzen. Sie steigerte sich dann noch auf 4,51 m, wobei sie bei jeden ihrer Sprünge mindestens 20 cm verschenkte. So war es bis zum Ende spannend, ob noch eine Konkurrentin an ihr vorbeiziehen konnte. Letztendlich reichte der Vorsprung von 3 cm zum Gewinn ihres ersten Kreismeistertitels.

Alle Sportler waren am Ende des Wochenendes zufrieden mit ihrem Wettkampf und glücklich darüber, endlich einmal wieder mit Sportlern aus anderen Vereinen an einem Wettkampf teilzunehmen.