06.04.2022

Prüferlehrgang

gut besucht!

Gut besucht war der Prüferlehrgang, den unsere Karate-ka für den KDNW (Karate Dachverband NRW) am Sonntag, 03.04.22 in der Kampfsporthalle Tokio ausrichtete. Teilnehmer waren Danträgerinnen und Danträger (Dan = Meistergrad) der Stilrichtung Goju-Ryu, die eine Lizenz zur Abnahme von Kyu-Prüfungen (Kyu = Schülergraduierung) erlangen oder verlängern wollten. Unter
Leitung von Frank Beeking, 8. Dan und Mitglied der Bundes-Prüfungs- Kommission Goju-Ryu im DKV (Deutscher Karate Verband) galt es, die Anforderungen die zum Bestehen einer Gürtelprüfung erfüllt sein müssen näher zu betrachten, Bewertungskriterien klar zu beschreiben und anzuwenden.

 

Einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ging es gar nicht um eine Lizenz, sie wollten als Übungsleiterinnen und Übungsleiter einfach ihre Fähigkeiten in der Vorbereitung von Karate-Ka auf Kyu-Prüfungen optimieren. 
Nach der Begrüßung gab Frank Beeking einen kurzen Überblick über die Ablaufplanung und regte an, dass alle Teilnehmenden auch Wünsche zum Ablauf oder offene Fragen, auf die sie Antworten suchen, einbringen. Danach folgte ein leichtes Mobilisationstraining unter Leitung von Klaus Fransbach.
Als Einstieg in den fachlichen Teil wurde dann in 6 Gruppen aus dem Prüfungsprogramm der Unterstufe (9. bis 7. Kyu) die Grundschule zum 7. Kyu-Grad (Orangegurt) bearbeitet. Jede Gruppe beschäftigte sich mit der vorgesehenen Kombination, die ihrer Gruppennummer entsprach und mit einer frei gewählten. Wie gut muß ein Prüfling das können? Da es gar nicht so einfach ist sich in die eigenen Anfänge zurück zu versetzen, bauten einige Teilnehmende kleine Fehler ein. Das Ergebnis der Gruppenarbeit wurde anschließend der gesamten Gruppe vorgestellt und es folgte ein Austausch zu den Beurteilungskriterien. Übereinstimmend wurde hervorgehoben, dass in der Unterstufe allein
die richtige Ausführung der geforderten Techniken im vorgesehenen Bewegungsablauf Schwerpunkt der Beurteilung ist. Zugleich allerdings auch, dass Fehler, die sich durch ein zu frühes fordern von Schnelligkeit und Kraft einschleichen können, später sehr schwer zu korrigieren sind.
Nach einer kleinen Pause ging es dann mit dem Prüfungsprogramm zum 4. Kyu-Grad (Blaugurt) aus der Mittelstufe (6. bis 4. Kyu) weiter. Auch hier wurden zuerst Grundschulkombinationen in Gruppen bearbeitet. Den Schwerpunkt bildeten dann die Partnerformen. Diese Partnertechniken sind eine Vorstufe sowohl für den sportlichen Freikampf als auch für die Selbstverteidigung. Da es sich um Lernformen handelt kommen nur abgesprochene Techniken zur Anwendung. Dabei wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser 2 Prüfungsanforderungen näher betrachtet. Die Lernformen, die eine Vorbereitung auf die Selbstverteidigung sind werden Yakusoku-Kumite
genannt. Yakusoku heißt „ich verspreche“. Gemeint ist damit, dass die vorzuführenden Techniken beiden Partnern bekannt sind und sie sich gegenseitig versprechen, sich an diese eingeübte Abfolge zu halten. Die Vorübungen zum sportlichen Freikampf werden als Jiyu-Ippon-Kumite bezeichnet.
Frei übersetzt heißt das, teilweise abgesprochener Kampf auf einen Punkt. Festgelegt ist hier nur noch der Angriff eines Partners mit vorgeschriebener Technik. Abwehr und Konter sind frei und der Bewegungsablauf orientiert sich insgesamt an den Regeln des sportlichen Wettkampfes.
In dieser Mittelstufe ist die richtige Koordination des Bewegungsablaufes Schwerpunkt der Beurteilung.
In den Prüfungen der Oberstufe kommt es dann auf die kraftvolle Ausführung der Techniken mit richtiger Koordinantion des Bewegungsablaufes an. Aus dem Prüfungsprogramm der Oberstufe (3. bis 1. Kyu),  wurde lediglich eine Grundschulkombination ausgewählt, die abweichend von allen anderen einen Übergang in Bewegungsmuster für den sportlichen Freikampf beinhaltet. Danach lenkte Frank Beeking das Augenmerk auf die zum 1. Kyu-Grad (Braungurt) geforderte Kata Bunkai Gekisai (Kata-Bunkai = Analyse einer Kata). Prüfungsaufgabe ist hier, die in der Kata gezigten Techniken mit einem Partner vorzuführen. Die Kata werden auch als Schlüssel der jeweiligen

Stilrichtung bezeichnet und alle Kata einer Stilrichtung - im Goju-Ryu sind das 12 Hauptkata - bilden weitgehend die Handlungsoptionen in der Selbstverteidigung ab. Daher kommt es darauf an, hier mit dem Partner Situationen herbeizuführen in denen die Techniken aus der Kata unverändert eine sinnvolle Anwendung finden.
Nach einer größeren Pause folgte dann im Jahnzimmer des TV Jahn noch ein theoretischer Teil.
Besprochen wurden die Verfahrensregeln zur Durchführung einer Kyu-Prüfung, die Aufgaben des Prüfers und die Voraussetzungen, die Karate-ka erfüllen müssen um an einer Prüfung teilnehmen zu können. Daraus ergab sich ein reger Austausch zu den Erfahrungen im Trainingsbetrieb allgemein und auch zu den Besonderheiten der letzten 2 Jahre.
Frank Beeking bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die sehr aktive und partnerschaftliche Arbeit während der 5 Lehrgangsstunden

14.03.2022

Dan Prüfung

05.03.2022

Im Rahmen des Jubiläumsjahres – 50 Jahre Goju-Ryu Karate-Do im TV Jahn Rheine – richtete die Abteilung am Samstag, 05.03.2022 eine Danprüfung aus. Als Prüfer waren Horst Espelör, 8. Dan aus Dortmund und Dr. Martina Lohmann, 7. Dan aus Osnabrück angereist um gemeinsam mit Frank Beeking, 8. Dan diese Prüfung abzunehmen

Insgesamt traten 7 Karate-ka an, die alle bereits in der zweiten Lebenshälfte sind. Ursprünglich waren 8 Teilnehmer gemeldet. Doch ausgerechnet die einzige Frau und zudem mit unter 40 auch die deutlich jüngste Kandidatin zog sich vor einigen Wochen eine Verletzung zu und wird hoffentlich nun im November, wenn eine weitere Prüfung ansteht, wieder fit sein. Zum 2. Dan traten Andreas Döbber und Aurel Orzech vom TV Emsdetten und Reinhard Groß vom TV Jahn an. Der zweite Dan wird auch als Kraftdan bezeichnet. Hier wird erwartet, dass eine über die Anforderungen zum 1. Dan hinausgehende Dynamik bei allen Prüfungsinhalten erkennbar ist. In allen Prüfungsteilen, von der Grundschule über Kata und Kata-Bunkai (Bunkai = Analyse/Darstellung der Technikanwendung mit einem Partner) sowie Partnerformen bis zur Selbstverteidigung konnten alle 3 überzeugen. Michael Fischer trat zum 3. Dan an. Auch er erfüllte die Anforderungen, die hier besonders in einer höheren Technikvielfalt bestehen, voll. Bei souveräner Technikausführung soll hier innere Ruhe ausgestrahlt werden und die Partnerformen müssen eigene Gestaltungselemente beinhalten. Den 4. Dan bestand Christoph Blasius. Den Träger des 4. Dan bezeichnet man auch als technischen Meister. Bei dieser Prüfung muss ein Karate-ka zeigen, dass er die Vielfalt der technischen Varianten der Kampfkunst Karate-Do und die raktive Anwendungen für ihn geeigneter Techniken in Einklang bringt. Mit dem 4. Dan ist die technische Ausbildung weitgehend abgeschlossen. 
Jeder Kartate-ka kann sich bei Erfüllung formaler Regelungen zu einer Danprüfung vom 1. bis 5. Dan anmelden. Es ist allerdings ein ungeschriebenes Gesetz, dass niemand ohne Zustimmung seines Trainers zu einer Danprüfung antritt. Anders ist es ab 6. Dan. Für die Zulassung zu einer Prüfung zum 6. Dan ist ein Antrag an die Bundesprüfungskommission der jeweiligen Stilrichtung erforderlich, in dem ein überdurchschnittliches Engagement für die Förderung des Karate-Do dargelegt werden muss. Wenn die Kommission zustimmt geht der Antrag an das Präsidium des jeweiligen Landesverbandes und wird dort nochmals geprüft. Erst mit dessen Zustimmung ist eine Anmeldung zu einer Prüfung möglich. Das Prüfungsprogramm selbst ist dann nicht mehr ganz so umfangreich wie zuvor. Gezeigt werden muss eine Kata und die entsprechende Bunkai. Allerdings bedeutet es auch, dass diese Vorführung erstklassig sein sollte. 

Diesen Anspruch erfüllten Christian Becker und Jörg Mieske vorbildlich und erhielten die Urkunde zum 6. Dan.

Horst Espelör war es ein Anliegen das sehr gute Niveau aller Prüfungsteilnehmer mit einigen lobenden Worten hervorzuheben. Ausdrücklich hob er dabei Reinhard Groß hervor, der mit 66 der älteste Teilnehmer war und dennoch leistungsmäßig die Nase etwas vorn hatte. Auch Christian Becker und Jörg Mieske hatten ihn begeistert. Dr. Martina Lohmann und Frank Beeking schlossen sich seinen Worten an.
Anschließend wurden die Urkunden ausgehändigt und dann gab es noch eine Überraschung. Auf Grund Ihres besonders hohen Engagements in der Karate-Abteilung des TV Jahn verlieh der Deutsche Karateverband (DKV) auf Beschluß der Bundesprüfungskommission und des Präsidiums des Karateverband NRW (KDNW) den 6. Dan an Petra Krautwald. Als Frauenreferentin im Goju- Ryu Bund Deutschland (GKD) und Mitglied der Bundesprüfungskommission im DKV ließ sich Martina Lohmann nicht nehmen einige nette Worte an Petra zu richten bevor sie die Urkunde übergab. 
Auf Einladung von Frank Beeking war der gewählte Vorsitzende der Bundesprüfungskommission Goju-Ryu im DKV Uli Heckhuis, 9. Dan als Gast anwesend; allerdings nicht nur zum Zusehen, sondern auch um einen Beschluß der Bundesversammlung des DKV bekannt zu geben. Dieses höchste Gremium des DKV muss über Anträge zur Verleihung von Dangraden ab 8. Dan entscheiden und hat beschlossen Brigitte Kipke-Osterbrink den 8. Dan zu verleihen sobald sie eine noch fehlende Voraussetzung erfüllt und zwar das Erreichen des vorgeschriebenen Mindestalters. Die von den Abteilungsmitgliedern gut gestaltete Halle Tokio bot den passenden Rahmen für diese Prüfung, bei der wieder alle Teilnehmer eine Loskarte in die Sammelbox werfen und sich Hoffnungen auf einen Verlosungsgewinn am Ende des Jubiläumsjahres machen können. Gelingen kann eine Danprüfung allerdings nur wenn auch geeignete Partner bereit stehen. Im Einsatz war diesmal Rainer Klönne. Ebenfalls anwesend war Mike Woltering, der sich bereit hielt um bei Bedarf einzuspringen. Beide sind Träger des 4. Dan und Karatelehrer.

28.02.2022

Ausschreibung zum Lehrgang

vom 16. - 18. Juni ist "online"

Schaut bitte unter;

Lehrgang,

zu Fronleichnam in 2022!

 

27.02.2022

Stilrichtungslehrgang

Goju-Ryu beim TV Jahn

Im Rahmen eines Stilrichtungslehrgangs des KDNW trafen sich am vergangenen Sonntag Karate-ka der Stilrichtung Goju-Ryu in der Kampfsporthalle Tokio im SportPark des TV Jahn Rheine um die Prinzipien der Stilrichtung gemeinsam zu vertiefen. Wesentliches Kennzeichen des Goju-Ryu ist die richtige Wahl harter (Go) und weicher, geschmeidiger (Ju) Techniken um einen Angriff wirkungsvoll abwehren zu können. 

Anders als im Sportkarate, wo sich das taktische Kampfgeschehen durch die Wettkampfregeln ergibt, sind eher kurze sichere Stände und seitliches Ausweichen das Mittel der Wahl.

Schwerpunkt des Lehrgangs waren Grundschultechniken und Lernformen (Kumite-Ura und  Nage), bei denen einfache standardisierte Angriffe durch Ausweichen, Abwehren und Kontern erwidert werden. Durch anfänglich langsames Ausführen der Techniken wird ein Gefühl für das Üben mit einem Partner/einer Partnerin ohne Verletzungsangst geschult. Distanzgefühl, Koordination und Körperspannung werden verbessert. Mit zunehmender Sicherheit wird das Tempo erhöht und die Asführung variantenreicher bis hin zur realistischen Selbstverteidigung.  

Frank Beeking legte Wert darauf, die Ausführung der Techniken so effektive wie möglich zu gestalten und zugleich partnerschonend zu üben. Karatmeister müssen ein gutes Gespür für Körperschwerpunkt und Hebelwirkung entwickeln und die Wirkung ihrer Techniken auf empfindliche Körperstellen kennen. Sie müssen in der Lage sein das Erlernte spontan abzurufen und auf neue Situationen zu übertragen.

Kontaktdaten

So erreichst du uns

 Anschrift

TV Jahn-Rheine
Germanenallee 4
48429 Rheine
 

 Kontakt

T: 05971-97490
E: info@tvjahnrheine.de

 facebook
 instagram