Johanna Ide verewigt sich in der ewigen Deutschen Bestenliste
Dreispringerin des TV Jahn Rheine springt angeschlagen zur neuen Bestleitung

Johanna Ide (TV Jahn Rheine) knackt im Dreisprung mit 12,50 m souverän die Qualifikationsnorm für die Deutschen U20-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen
Am vergangenen Donnerstag nahm Johanna Ide (WJU 18) vom TV Jahn Rheine am Dreisprungmeeting in Ibbenbüren teil. Der Wettkampf stellte für sie den Auftakt in die Hallensaison 2025/26 dar und spielt im Anbetracht rar gesäter Dreisprungwettkämpfe eine wichtige Rolle, um sich für die Deutschen U20-Meisterschaften in Sindelfingen am 20.-22.02. 2026 zu qualifizieren. Noch 14 Tage zuvor waren Ide und ihr Trainer aufgrund der bisherigen Trainingsergebnisse sicher, dass Ide die Qualifikationsnorm von 11,90 m problemlos springen würde. Doch gut eine Woche vor dem Wettkampf zog Ide sich unglücklicherweise eine starke Erkältung zu und hatte diese bis zum Wettkampftag noch nicht gänzlich auskuriert. Gemessen an ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit war es fraglich, ob es ihr in ihrem angeschlagenen Zustand gelingen würde, die nötige Energie aufzubringen, um die Norm zu erreichen. Die Trainingsleistungen am Montag waren im Vergleich zu den hervorragenden Leistungen in den Wochen davor sehr ernüchternd gewesen und zeigten, dass Ide mehr als einen Meter an ihr bisheriges Trainingsniveau verloren hatte. Dennoch ließ Ide sich nicht beirren. In ihrem ersten Versuch verschenkte sie ein wenig Weite am Brett und konnte den Sprung auf sehr gute 11,85 m ziehen. Im zweiten Versuch schaffte es Ide einen technisch extrem guten Hop-Step-Jump hinzulegen. Die gute Technik kompensierte etwas den starken Kraftmangel und sie flog auf die neue persönliche Bestweite von 12,50 m (vorher 12,26 m). Auch im Folgenden gelangen ihr technisch herausragende Sprünge. Im dritten Versuch zog sie noch etwas an. Der Hop landete bei etwa 5 m und der Step ging dann schon knapp über 9 m, so dass eine noch größere Endweite zu erwarten gewesen wäre, doch leider konnte sie in ihrem angeschlagenen Zustand den Sprung nicht sauber stehen. Sie geriet in eine leichte Körpervorlage und musste daher den Sprung abbrechen. Mit 12,06 m, 12,25 m und 12,13 m in den letzten drei Versuchen zeigte sie trotz stetig steigender Ermüdung drei weitere Sprünge über die 12 m- Marke, die sie bisher erst in einem Wettkampf im Spätsommer übertreffen konnte. Mit den 12,50 m konnte Ide sich den Sieg, den Hallenkreisrekord und Platz 1 in der aktuellen deutschen Hallenbestenliste sichern. Gleichzeitig hat sie die Norm für die deutschen U20-Hallenmeisterschaften abgehakt und als Bonus sogar die B-Norm (12,25 m) für die Deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen in Dortmund zu erzielt, so dass dort ebenfalls die Chance auf einen möglichen Start besteht. Wie hoch ihr Sprung einzuordnen ist, zeigt die Tatsache, dass Ide mit ihrer Weite jetzt Platz 4 der ewigen deutschen Hallen-Bestenliste der WJU18 belegt. Ide und Lange freuen sich nun auf die weitere Saison, da sich beide sicher sind, dass Ide in gesundem Zustand deutlich weiter springen kann. Das Ziel ist es nun gesund zu werden und dann möglichst bald die 13 m-Marke anzugreifen.
Eröffnung der Hallensaison für TV Jahn-Leichtathleten
Siege für Lia Hüweler, Dörthe Lange und Sanja Terkuhlen

erfolgreicher Start in die Hallensaison (v.l.): Hannah Brüggemann, Frieda Fischer, Lia Hüweler, Dörthe Lange und Sanja Terkuhlen
Am Sonntag fand der zweite Teil des Ibbenbürener Hallensportfestes in der Kreissporthalle für die Athleten ab 12 Jahren statt. Fünf Sportler des TV Jahn Rheine eröffneten dort ihre Hallensaison. Alle standen mindestens einmal auf dem Siegerpodest und konnten darüber hinaus einige Bestleistungen aufstellen.
Als erste Leichtathletin begann Frieda Fischer den Wettkampftag mit dem Kugelstoßen der Altersklasse W 14. Ihr erster Stoß auf 6,63 m war auch ihr bester und brachte ihr den dritten Platz ein. Nach dem vierten Versuch brach sie den Kugelstoßwettkampf ab, um sich auf den 60 m-Hürdenlauf vorzubereiten. In einem tollen Lauf erreichte sie als Zweite nach 10,75 s das Ziel. Auch in der Endabrechnung belegte sie den zweiten Platz. Im Hochsprung der Altersklasse W 14 ging ihre Vereinskollegin Hannah Brüggemann an den Start. Auch sie konnte sich mit den im dritten Sprung übersprungenen 1,38 m über einen zweiten Platz freuen. Zum Schluss nahmen beide Athletinnen noch am 60 m-Sprint teil. Brüggemann erreichte nach 8,86 s das Ziel, Fischer benötigte 9,20 s. Nach dem Abschluss aller Läufe belegte Brüggemann den dritten Platz, Fischer Platz fünf.
Sanja Terkuhlen und Dörthe Lange starteten mittags im Kugelstoßen, Terkuhlen in der Frauenklasse, Lange in der Altersklasse W50. Beide waren mit ihren Stößen nicht ganz zufrieden. Trotzdem konnte Lange ihren Wettkampf mit 9,13 m gewinnen, Terkuhlen wurde mit 8,06 m Fünfte bei den Frauen. Anschließend lief Terkuhlen die 60 m-Strecke. Sie erreichte nach 9,21 s als Vierte das Ziel. Den abschließenden Hochsprung gewann sie mit 1,52 m, hofft aber, sich im Verlauf der Hallensaison noch deutlich zu verbessern.
Eine hervorragende Leistung zeigt Lia Hüweler im 60 m-Sprint der Altersklasse W12. Sie verbesserte ihre alte Bestleistung um über 6/10 s auf 8,80 s. Damit gewann sie nicht nur ihren Lauf, sondern den gesamten Wettkampf ihrer Altersklasse und setzte sich in einem 14-köpfigen Starterfeld durch.
Nach dem erfolgreichen Einstieg in die Hallensaison freuen sich alle auf die kommenden Wettkämpfe an verschiedenen Orten, um ihre Leistungen bis zu den Landesmeisterschaften noch weiter zu verbessern.
Nachwuchssportler des TV Jahn Rheine beim Hallenwettkampf in Ibbenbüren
Junge Leichtathleten starten erfolgreich in die Hallensaison

erfolgreicher Einstieg in die Hallensaison (v.l.): Mila Hermeling, Helen Kockmann und Malte Jürgens
es fehlt: Martha Fischer
Am Samstag starteten vier junge Athleten des TV Jahn Rheine beim ersten Hallenwettkampf des Kreises in der Kreissporthalle in Ibbenbüren. Neben der 50 bzw. 60 m-Sprintstrecke und dem Weitsprung wurde diesmal auch ein 800 m-Lauf und ein Hallen-Crosslauf angeboten.
Mila Hermeling und Helen Kockmann gingen in der Altersklase W8 an den Start. Der Wettkampftag begann für sie mit dem 50 m-Sprint. Kockmann erreichte als Zweite ihres Laufs das Ziel nach 9,73 s, Hermeling wurde in ihrem Lauf mit der Bestleistung von 10,26 s Dritte. In der Gesamtwertung belegte Kockmann damit Platz fünf und Hermeling Platz zehn. Der anschließende Weitsprung wurde wegen der großen Teilnehmerzahl auf drei Sprünge begrenzt. Kockmann zeigte starke Sprünge, alle jenseits der 3 m-Marke. Mit dem weitesten Satz auf 3,15 m wurde sie Zweite. Hermeling stellte mit 2,39 m ihre Bestleistung ein und erreichte Platz 14. Danach startete Hermeling noch im 800 m-Lauf. Hier verpasste sie als Vierte mit 4:24,10 min nur knapp das Siegerpodest.
Malte Jürgens begann seinen Wettkampftag in der Altersklasse M8 mit dem Weitsprung. Auch er hatte nur drei Sprünge und erreichte mit der neuen Bestleistung von 2,72 m den siebten Platz. Für den 50 m-Sprint benötigte er 10,55 s und wurde Zehnter. Später ging er noch im Hallen-Crosslauf an den Start. Nach 5:39 min überquerte er als Vierter die Ziellinie.
Am Nachmittag nahm Martha Fischer am 60 m-Sprint der Altersklasse W 11 teil. Sie startete erstmals über die etwas längere Hallen-Sprintstrecke. In ihrem Lauf erreichte sie als Zweite in 9,86 s das Ziel. In der Endabrechnung brachte ihr dies den achten Platz ein.