Medaillenglück für Sanja Terkuhlen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften
Leichtathletin des TV Jahn Rheine lässt sich vom strömenden Regen nicht beirren
Anni Janssen mit guten Leistungen in Oer-Erkenschwick

Freute sich sehr über die unerwartete Bronzemadaille bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften: Sanja Therkuhlen (ganz rechts)
- 19.05.2026
- Von: Wolfgang Göcken
Am vergangenen Donnerstag musste Sanja Terkuhlen (Frauenklasse) ohne ihren erkrankten Trainer Martin Lange nach Duisburg zu den Deutschen Hochschulmeisterschaften anreisen. Die Meisterschaft stellte für Terkuhlen im Hochsprung und Dreisprung den Saisonhöhepunkt dar. Noch 14 Tage zuvor lief es nicht wirklich rund bei Terkuhlen. Im Uni- und Arbeitsstress und gesundheitlich leicht angeschlagen, äußerte Terkuhlen noch am Abend zuvor besorgt, dass sie sich nicht sicher sei, ob sie am Folgetag ihre Leistung abrufen könne. Lange riet ihr ruhig zu bleiben und einfach nur zu genießen, dass sie bei diesem großen Event teilnehmen dürfe. Als Siebte der Meldeliste und damit schwächste Springerin, ging sie bei strömenden Regen und ständigen regenbedingten Unterbrechungen des laufenden Wettkampfes ohne große Erwartungen an den Start. Da Terkuhlen eine sehr regensichere Springerin ist, nahm sie unbekümmert den Wettkampf auf und meisterte ihre Einstiegshöhe von 1,52 m direkt im ersten Versuch. Leider schaffte sie die folgenden 1,57 m (1,58 PB) trotz guter Sprünge nicht mehr und ihre direkte Konkurrentin mogelte sich im dritten Versuch bei dieser Höhe noch über die Latte. Damit beschloss Terkuhlen den Wettkampf in der Erwartung ganz hinten im Feld zu landen. Doch die anderen Springerinnen hatten riesige Probleme bei Regen zu springen. Verunsichert nahmen einige Springerinnen den Wettkampf gar nicht erst auf oder gingen ohne gültigen Versuch aus dem Rennen. Und so war Terkuhlen bereits bei 1,57m um die Silbermedaille mitgesprungen, ohne dies zu ahnen. Umso ungläubiger waren ihre Reaktion und ihre Freude, als sie realisierte, dass sie mit ihren 1,52 m die Bronzemedaille gewonnen hatte und bei einer Deutschen Meisterschaft aufs Treppchen durfte.
Auch im Dreisprung lieferte Terkuhlen mit 10,16 m eine für die bestehenden Wetterverhältnisse gute Leistung ab. Auch in diesem Feld war Terkuhlen als schwächste der Meldeliste angetreten und war in dem großen Feld nicht davon ausgegangen ins Finale der Besten acht zu springen. Doch auch hier kam ihr ihre Regensicherheit entgegen und es gelang ihr, als achte Springerin noch gerade so in den Endkampf zu rutschten. Leider blieb es bei den 10,16m. Trotzdem freute sich Terkuhlen auch hier riesig über den achten Platz 8 und die unerwartete Endkampfteilnahme.
Am Wochenende nahm Anni Janssen (W15) beim Wettkampf in Oer-Erkenschwick teil. Nach einigen enttäuschenden Wettkämpfen in den letzten Wochen ging die Formkurve dieses Mal etwas nach oben. Im 80 m -Hürdenlauf stellte sie in 15,52 s eine neue Bestleistung auf und erreichte damit Platz 6. Über die 100 m wirkte Janssen dann etwas müde und erreichte das Ziel in 14,24s. Nach der Zeit von knapp unter 14 s am letzten Wochenende war sie mit der abgerufenen Leistung nicht ganz zufrieden. Dafür ging es mit 4,82 m im Weitsprung und dem 4. Platz wieder in die richtige Richtung.




















