TV Jahn-Rheine beschließt Leitsätze zur Inklusion
Präsidium verabschiedet Vorlage der Projektgruppe
Auftaktgespräch am 4. April
- 06.10.2016
Seit einigen Jahren beschäftigt sich der TV Jahn-Rheine intensiv mit dem Thema Inklusion. Im Rahmen eines Projekts, welches von der Aktion Mensch gefördert wird, bereitet der Verein derzeit den Aufbau eines Inklusionsnetzwerkes vor. Darüber hinaus macht sich Rheines größter Sportverein selbst auf den Weg, Inklusion in seinen Sportangeboten umzusetzen. Frühzeitig haben die Verantwortlichen im Verein festgestellt, dass eine gemeinsame Haltung zu dem Thema Inklusion für das Erreichen der Ziele eine Grundvoraussetzung darstellt.
„Um den Inklusionsbegriff schwelt seit einigen Jahren eine kontrovers geführte Debatte in unserer Gesellschaft und jeder verbindet etwas anderes mit dem Thema. Entsprechend geteilt sind die Meinungen – je nach persönlichen Erfahrungen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Ralf Kamp. Er betont, es sei von großer Bedeutung, dass der TV Jahn eine eigene Innenansicht auf das Thema entwickle.
In diesem Zusammenhang beschäftigt sich ein Projektteam seit Anfang April mit der Entwicklung von Leitsätzen. Bei der Auftaktveranstaltung, welche vom damaligen Sportservice-Leiter Frank de Groot-Dirks moderiert wurde, wurden erste Ideen gesammelt und diese im weiteren Verlauf in Zusammenarbeit mit Vertretern verschiedener Interessensgruppen des Vereins konkretisiert. Bei der Hauptausschuss-Sitzung im Juni haben die Abteilungs- und Fachbereichsleiter des TV Jahn dem Entwurf der Projektgruppe zugestimmt, so dass dem Präsidium die Leitsätze zum Beschluss vorgelegt werden konnten. Das Präsidium ist dem Vorschlag gefolgt und hat die Leitsätze für den Verein beschlossen. „Gerade bei dem Thema Inklusion ist es wichtig, dass hier viele Menschen beteiligt sind. Denn Inklusion kann man nicht beschließen, sondern ist ein Prozess der im Kopf beginnt. So freuen wir uns, dass sich viele in unserem Verein an diesem Prozess beteiligt haben und noch beteiligen werden. Dafür sind wir sehr dankbar. Die große Beteiligung von verschiedenen Akteuren im Verein zeigt, dass vielen das Thema am Herzen liegt“, bedankt sich Präsident Stefan Gude bei allen Mitwirkenden.
Nun gilt es, die Leitsätze Schritt für Schritt bei der Vereinsarbeit umzusetzen. Vielfalt auf verschiedenen Vereinsebenen ist für den Projektleiter Martin Möhring dabei von großer Bedeutung. „Die Vielfalt bei Räumen, Menschen und Angeboten sowie das gute Netzwerk erlauben es uns, den Inklusionsgedanken immer stärker in die Gestaltung einzelner Angebote einzubeziehen. Hinzu kommen die große Offenheit im Denken und die inklusionsfreundliche Einstellung eines Großteils der Verantwortlichen, Mitglieder und Freunde des Vereins. Mit solchen Voraussetzungen ist es möglich, dem Ziel Inklusion immer näher zu kommen“, erklärt Möhring. Dass das nicht von heute auf morgen in allen Bereichen funktioniert, wissen die Vereinsvertreter. „Wir nehmen uns die Zeit, die wir benötigen“, schließt Ralf Kamp ab.






