TV Jahn Leichtathleten trotzen heftigem Gegenwind mit viel Power und Kampfgeist
Leistungsgruppe beendet erfolgreich die laufende Wettkampfsaison in Halver

Vom Wind gebeutelt aber sehr zu frieden beendeten (v.l.) Shania Klinge, Debora Klinge,Johanna Ide, Frida Fischer und Sanja Terkuhlen mit tollen Leistungen ihre Sommersaison
- 15.09.2025
Am vergangenen Samstag beendeten Johanna Ide, Sanja Terkuhlen, Shania Klinge, Deborah Klinge und Frida Fischer vom TV Jahn Rheine beim Maxwelt24-Cup in Halver die aktuelle Wettkampfsaison. Die fünf Leichtathletinnen der Leistungsgruppe um Trainer Martin Lange wollten noch mal zeigen, dass auch spät in der Saison noch mit ihnen zu rechnen ist.
Als jüngste Starterin versuchte sich Frieda Fischer (W14) erstmals im 80 m-Hürdenlauf. Sie musste sich bei kalt-regnerischem Wetter nicht nur den 76 cm hohen Hindernissen im Weg stellen, sondern auch einem heftigen Gegenwind. Diese Aufgabe löste sie Hürde für Hürde in sehr sauberer Technik und mit viel Kampfgeist. Nach dem Lauf berichteten die Läuferinnen, dass es sich anfühlt hätte, als ob man kontinuierlich gegen eine Wand läuft. In tollen 15,80 s überquerte sie die Ziellinie und wurde damit zweite. Im folgenden Weitsprung erzielte sie sehr gute 4,22 m und blieb damit nur 8 cm hinter ihrer Bestweite zurück. Ein ungültiger Sprung zeigte aber, dass es durchaus noch 30 cm weiter hätte gehen können. Mit ihrer Weite siegte Fischer in diesem Wettbewerb. Im abschließenden Kugelstoßen konnte Fischer Ihre Bestweite von 7,04 m gleich um 51 cm auf 7,55m verbessern und gewann damit auch diese Disziplin.
Ebenfalls sehr gut in Form zeigten sich Shania Klinge, Deborah Klinge und Sanja Terkuhlen (alle Frauenklasse). Bei sehr starkem Gegenwind sicherte sich Debora beim 100m-Sprint in 14,03 s den zweiten Platz. Shania erreichte das Ziel in 14,34 s, was ihr den Bronzerang und eine neue Bestleistung einbrachte. Im Weitsprung hatte Shania dann die Nase im internen Schwesternduell vorne. Mit der neuen Bestleistung von 4,48 m verbesserte sie sich um über 60 cm gegenüber ihrer alten Bestweite und wurde damit dritte. Debora sicherte sich mit 4,29m den 4. Platz. Ebenfalls stark in diesem Wettkampf konnte sich Sanja Terkuhlen präsentieren. Mit der neuen Bestweite von genau 5,00 m erkämpfte sie sich den Sieg und erfüllte sich nach vielen knappen Versuchen dieses Jahr endlich den Wunsch, einen Weitsprungwettkampf mit der fünf vor dem Komma zu beenden. Im folgenden Hochsprung lief aufgrund des enormen Windes und der Energieleistung im Weitsprung dann nur wenig bei Terkuhlen. Mit 1,49 m gewann sie zwar den Wettbewerb, blieb aber weit unter ihren Möglichkeiten zurück. Im finalen Kugelstoßen gelang es Terkuhlen ihre Bestleistung von 8,88m einzustellen und wurde damit gute zweite.
Dreisprungspezialistin Johanna Ide (WJu18) versuchte sich am Ende einer langen und anstrengenden Saison abseits der Dreisprunganlage im 100m-Hürdenlauf, im 100 m-Sprint und im Weitsprung. Auch Ide hatte sehr mit dem Gegenwind (bis zu -5,6m/s) in den Laufdisziplinen zu kämpfen. Wie Fischer zuvor, zeigte auch Ide großen Kampfgeist und sprintete in einem sauberen Rennen in der Siegeszeit von 16,45s durchs Ziel. Angesichts des Windes ist diese Leistung sehr hoch einzuschätzen und zeugt von ihrer guten athletischen Basis. Den 100m-Lauf gewann Ide nach einem schwachen Start und sehr viel Gegenwind in der für sie schwachen Zeit von 14,14s. Im Weitsprung lief es dann wieder etwas besser. Mit guten 5,44 m erzielte Ide eine neue Bestleistung und beendete den Wettbewerb erneut als Siegerin. Zusätzlich schob sie sich damit auf Rang sechs der westfälischen Bestenliste. Dennoch war sie berechtigter Weise am Ende etwas enttäuscht, da sie zwei knapp ungültige Sprünge deutlich jenseits der 5,60m-Marke in die Grube brachte und auch im Training und in den vergangenen Wettkämpfen immer wieder (knapp ungültige) Sprünge hatte, die zeigen, dass Ide das Potenzial hat, um die 5,70m zu springen. Nun gilt es diese Sprünge im Training zu festigen und sich ab November in der anstehenden Hallensaison an diese Weiten heranzutasten.
Alle Athleten werden nun ins Aufbautraining und ein kleines Trainingslager gehen. Sie sind schon sehr gespannt, was die zu erarbeitenden athletischen und technischen Grundlagen in der Hallensaison bringen werden und freuen sich bereits auf die im Winter anstehenden Hallenwettkämpfe. Ohne Gegenwind!










