Schwimmen im Container vielleicht schon im Oktober.
TV Jahn ist Projektträger der fahrenden Schwimmschule „Narwali“

Münsterländischen Volkszeitung

-jho/mas/klü- RHEINE. 

Der „Narwali“, ein mobiler Schwimmcontainer, rückt näher. Wie im März berichtet, bietet das Land Nordrhein-Westfalen fünf Stück im Rahmen der „Schwimmoffensive“ an. Der TV Jahn Rheine soll den Container für den Regierungsbezirk Münster bekommen und ihn für Wassergewöhnung in der Region einsetzen. „Wenn alles optimal läuft, könnte der Container im Oktober zum ersten Mal zum Einsatz kommen“, sagte Stefan Kipp, Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes. Stefan Kipp sowie Ralf Kamp, Vorstandsvorsitzender des TV Jahn Rheine, und Jahn-Projektleiter Lars Steinigeweg gaben am Dienstag einen Zwischenbericht in Sachen „Narwali“. Wichtiger Schritt dabei: Der Bescheid für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt dem Verein vor, „der tatsächliche Zuwendungsbescheid kommt wohl in den kommenden Tagen“, sagte Kipp. Die Projektarbeit kann beginnen. „Wichtig ist, dass Kinder im Vorschul- und Grundschulalter erste Wassergewöhnung erfahren“, sagt Ralf Kamp bei der Vorstellung des Projektes im März. Mit der „fahrenden Schwimmschule“ soll die Schwimmlernzeit von Kindern verkürzt werden. Darüber hinaus werden mehr Wasserflächen in Form von mobilen Schwimmcontainern vor Ort bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Zentrales Ziel der Landesregierung Nordrhein-Westfalen sei es, Kinder in Bewegung zu bringen und ihre Schwimmfähigkeit zu erhöhen. Neben dem Kreis Steinfurt wurden die Kreissportbünde Düren und Paderborn sowie der SV Bayer 05 Uerdingen für die Projektdurchführung ausgewählt. Der Kreissportbund Steinfurt hat das Projekt an den TV Jahn Rheine für das Münsterland übergeben. Für „Narwali“, benannt nach dem bis zu eineinhalb Tonnen schweren Narwal, stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Im Rahmen der aktiven Projektlaufzeit von zwei Jahren können Projektträger einen Schwimmcontainer anschaffen und entsprechendes Personal zur Unterrichtung von Kindern im Bereich Schwimmen beschäftigen. Die Schwimmcontainer sollen dort stehen, wo es an Wasserflächen mangelt. „Da bieten sich in der Regel Schulen an. Der Schwimmcontainer könnte aber auch mal vor dem Rheiner Rathaus stehen“, sagte Stefan Kipp lachend. Entscheidend sei bei der Standortwahl die Logistik, um den Container mit Wasser und Energie zu versorgen. Durch einen regelmäßigen Standortwechsel – alle vier bis sechs Wochen – sollen möglichst viele Kinder von dem Angebot profitieren. Die Anmeldung für die Standorte beginnt in den kommenden Wochen, projektweit sind 15 bis 20 Standorte im Gespräch. Die kostenlosen Kurse für jeweils sechs bis acht Kinder sollen mehrmals in der Woche stattfinden. Die Poolcontainer sollen laut Land NRW folgende Ausstattung aufweisen: ein Schwimmbecken mit einer Mindestgröße von sechs Metern Länge, Duschen, WCAnlage und ein Umkleidebereich. Insgesamt muss ein Schwimmcontainer mindestens zwölf Meter lang und 2,4 Meter breit sein. Die Auswahl des einzusetzenden Typs des mobilen Schwimmcontainers treffen die Projektträger eigenständig. Derzeit laufen beim TV Jahn die Verhandlungen mit drei Container-Lieferanten und stehen kurz vor dem Abschluss.

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