Schwimmcontainer zeigt neue Wege der Schwimmausbildung in der Region
Innovatives Projekt ermöglicht Wassergewöhnung und Wasserbewältigung für Kinder in NRW

v.l. Hannelore Borsch, Ralf Kamp, Lars Steinigeweg, Stefan Kipp, Magdalene Schmitz, Wolfgang Brüning, Max Gehrke
- 21.08.2023
In einer Initiative zur Förderung der Schwimmausbildung und Wasserbewältigung hat der Kreissportbund Steinfurt zusammen mit dem TV Jahn-Rheine einen kreativen Schritt unternommen. Ein einzigartiger Schwimmcontainer, der speziell für dieses Vorhaben entwickelt wurde, verspricht Kindern und Jugendlichen in der Region eine unvergleichliche Chance, ihre Fähigkeiten im Wasser zu verbessern.
Die Idee dieses unkonventionellen Projekts entstand nach einer Videokonferenz zwischen Vertretern des Kreissportbundes und der Staatskanzlei Ende 2022. Stefan Kipp, der Vorstandsvorsitzende des Kreissportbundes, erklärte, dass die Zusammenarbeit mit dem TV Jahn-Rheine entscheidend sei, um das Vorhaben erfolgreich umzusetzen. Kipp betonte, dass die Staatskanzlei damit auch ein klares Signal an die Kommunen senden möchte, sich innovativen Ansätzen zur Bewältigung der zunehmenden Schließungen von Schwimmbädern zu widmen.
Der Präsident des KSB Steinfurt, Max Gehrke, unterstrich den dringenden Bedarf an Möglichkeiten für Kinder, vor allem im Grundschulalter, Schwimmen zu lernen. Die erschreckenden Zahlen verdeutlichen, dass diese Situation dringend angegangen werden muss.
Der Herzstück dieses Projekts ist der eigens angefertigte Schwimmcontainer, der innovative Lösungen für das Schwimmen Lernen bietet. Lars Steinigeweg, der Projektleiter für den Regierungsbezirk Münster, erklärte, dass der Container auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mit einer Wassertiefe von 90 bis 130 cm eignet er sich für Kinder in verschiedenen Lernstadien des Schwimmens. Der Container beherbergt nicht nur das Schwimmbecken, sondern auch eine eingeschränkte Umkleidesituation, eine Toilette, sowie modernste Technik zur Wasseraufbereitung. Er wird voraussichtlich im November ausgeliefert und entstand durch die Kooperation mit einer spezialisierten Fachfirma.
Der Schwimmcontainer wird für einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen in verschiedenen Kommunen im Regierungsbezirk Münster aufgestellt. Dort sollen täglich Kurse zur Wassergewöhnung und Wasserbewältigung angeboten werden, wobei das Hauptaugenmerk auf Kindern im Grundschulalter liegt. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas, Sportvereinen und anderen lokalen Partnern soll eine maximale Teilnahme erreicht werden. Die Finanzierung des Projekts beinhaltet, dass keine Mietkosten oder Übungsleiterhonorare für die Kommunen anfallen. Die Kommunen übernehmen jedoch gewisse Aufgaben rund um den Betrieb des Containers.
Magdalene Schmitz, Mitglied des Präsidiums des TV Jahn-Rheine, betonte, dass dieser Container auch für spezielle Zielgruppen, einschließlich integrativer Angebote, genutzt werden kann. Hannelore Borsch hob hervor, dass Kinder mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund besonderen Bedarf an Wassergewöhnung haben, da oft lebenswichtige Fähigkeiten fehlen.
Der Schwimmcontainer verspricht nicht nur eine nachhaltige Verbesserung der Schwimmausbildung, sondern auch eine breitere Nutzung für spezielle Programme wie Schwimmtraining und Gesundheitsangebote. Wolfgang Brüning, der Technische Leiter des Projekts, betonte die hygienischen und sicherheitstechnischen Aspekte des Containers, die höchsten Standards gerecht wird.
Insgesamt trägt dieses ungewöhnliche Projekt zu einer Verbesserung der Schwimmausbildung und Wasserbewältigungsmöglichkeiten für Kinder in der Region bei. Die Kooperation zwischen dem Kreissportbund und dem TV Jahn-Rheine zeigt, wie innovative Ansätze und gemeinsame Anstrengungen einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft haben können.



