Prüferlehrgang des KDNW

Erfahrungsaustausch und Weiterbildung

Erfahrungsaustausch und Weiterbildung  standen im Interesse der Karate-ka, die sich am 10. März zum Prüferlehrgang des KDNW in unserer Kampfsporthalle „Tokio“ im Sportpark eingefunden hatten.

Ziel der Aus- und Weiterbildung ist es, ein hohes Maß an Transparenz und Vergleichbarkeit von Prüferentscheidungen zu erreichen. Jedem Prüfer muss klar sein, dass Prüfungen in erster Linie immer Lernkontrollen sind und daher auch ein klares Anforderungsprofil definiert sein muss. Aus diesem Grunde sind die Prüferlehrgänge auch für Übungsleiter offen, die keine Prüferlizenz anstreben. Karate-ka, die sich aktuell auf eine Kyu-Prüfung vorbereiten, hatten sich bereit erklärt, sich der Beurteilung durch die Lehrgangsteilnehmer zu stellen. Sie erhielten noch einige Tipps zur Optimierung ihrer Techniken aber auch viel anerkennendes Lob. Zugleich konnten die Prüfer sehr konkret die Entscheidungsfindung hinterfragen.

Als Referent legte Frank Beeking besonderen Wert darauf, dass nicht nur der Schwierigkeitsgrad der vorzuführenden Techniken mit jeder Prüfung steigt, sondern auch die Qualität der Ausführung. So kommt es in der Unterstufe (9. – 7. Kyu) lediglich darauf an, die geforderten Techniken mit dem richtigen Bewegungsablauf vorzuführen. In der Mittelstufe (6. – 4. Kyu) kommt es dann auf die richtige Koordination des Bewegungsablaufs, Distanzgefühl und Körperspannung an und erst in der Oberstufe (3. – 1. Kyu) wird die kraftvolle Ausführung der Techniken und die Fähigkeit die Techniken auch spontan in neuen Situationen abrufen zu können verlangt.

Als die Verbreitung von Karate-Do in Europa und Deutschland in den 50er und 60er Jahren begann waren die Kampfkunstbegeisterten in der Regel zwischen 14 und 30 Jahre alt. In den letzten 30 Jahren hat sich ein Wandel vollzogen und Karate-Do wird als eine lebensbegleitende sportliche Betätigung wahrgenommen. In den meisten Vereinen wird heute Karatetraining vom

7. Lebensjahr an angeboten und gleichzeitig entdecken viele Erwachsene erst im Alter von 50 und 60 Jahren, dass sich hier eine interessante Möglichkeit bietet die Vitalität und Mobilität bis ins hohe Alter auf einem hohen Maß zu erhalten.

Diese Entwicklung stellt auch erhöhte Anforderungen an Prüfer, die sich beispielweise damit vertraut machen müssen in welchem Alter Kinder die Fähigkeit entwickeln, Techniken mit Körperspannung auszuführen, wie die Leistungsfähigkeit durch Wachstum beeinflusst wird und wie in hohem Alter auch bei körperlichen Einschränkungen noch individuelle Stärken gefördert werden können. Bei allen praktischen Übungen fand dieser Aspekt daher immer besondere Aufmerksamkeit.

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