Mia Schäche entfaltet schrittweise ihr Potenzial und kämpft um die Norm zu den Deutschen Jugendmeisterschaften

Leichtathletin vom TV Jahn Rheine fehlen nur noch 4 cm zum Glück und muss im Gegensatz zu ihrer Vereinskollegin Johanna Ide noch Zittern.

Leichtathletin Mia Schäche (WJ U18) von TV Jahn Rheine sprang in Horstmar mit 11,56m im Dreisprung zum Sieg und zu einer neue Bestleistung. 

Jetzt fehlen nur noch 4 cm, um sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Nachdem Johanna Ide (WJ U18) sich bereits Anfang Mai in Mettingen das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften gesichert und die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften übersprungen hat, macht sich auch Mia Schäche (WJ U18) dran ihr gleichzuziehen. Ende April war Schäche erstmals in dieser Saison mit 11,04 m über die Elfmetermarke gesprungen und nur knapp unter ihrer Bestmarke von 11,15 m geblieben. Am 04.05. in Mettingen wollte es dann nicht so recht und am Ende standen nur 10,71 m zu Buche. Das wollte die junge Athletin nicht auf sich sitzen lassen und nahm im Mai einige Wettkämpfe ins Visier, um ebenfalls die für die Deutschen Meisterschaften geforderten 11,60 m zu springen.

Zunächst ging sie am 11.05. in Bielefeld bei den OWL-Meisterschaften außerhalb der Meisterschaftswertung an den Start. Vom 11m-Brett startend, näherte sie sich mit sehr guten 11,44m auf 16 cm an die Norm an. Im Weitsprung gelang ihr ein Satz auf sehr gute 5,19m und blieb hier nur 6 cm unter ihrer Bestleistung.

Johanna Ide nahm ebenfalls am Weit- und Dreisprung teil. Ihr merkte man deutlich an, dass sie zum Erreichen der Qualifikation am Wochenende zuvor mit der neu aufgestellten Bestleistung von 11,75 m einfach alles gegeben hatte. Dennoch gelang ihr trotz aufkeimender Erkältung und schwerer Beine im Weitsprung noch ausgezeichnete 5,03 m und im Dreisprung 11,16m zu springen. Den Dreisprung beendete sie nach 3 Sprüngen vorzeitig, weil sie erkannte, dass es keinen Sinn machte weiterzuspringen.

Am 18.05. versuchte sich Schäche dann in Horstmar erneut im Dreisprung. Hier musste sie allein an den Start gehen, weil Johanna Ide und auch Ihr Trainer Martin Lange erkrankt waren. Dennoch schlug sich Schäche ausgezeichnet. Mit Sprüngen 11,52 m und 11,56 m gewann Sie den Wettkampf deutlich und stellte bei etwas zu starkem Rückenwind (+2,2 m/s) eine neue Bestleistung auf, wobei sie nur 4 cm hinter der Norm zurückblieb. Leider verschenkte sie am Brett jeweils über 20-30 cm, zeigte damit aber auf, dass die angestrebten 11,60 m in Reichweite sind.

Da Schäche langsam die Zeit davonläuft und es nur noch wenige Möglichkeiten zur Qualifikation gib, entschied sie sich außerplanmäßig am darauffolgenden Montag, zusätzlich noch nach Oer-Erkenschwick zu fahren und sich vor Ort zum Dreisprung nachzumelden. Johanna Ide musste bedauerlicher Weise auch hier erkrankt passen. Auch dieses Mal war für Schäche die Norm potenziell in Reichweite. Ihr gelangen einige weite Sprünge, aber leider reichte es noch nicht um die 11,60m-Marke zu knacken, da sie erneut beim Absprung mit über 30-40cm deutlich vor dem Absprungbalken blieb und damit, trotz ausreichend langer Sprünge, einiges an gemessener Sprungweite einbüßte. Dennoch es gelangen ihr bei gültigem Windbedingungen Sprünge auf 11,29m und 11,43m. Der Abstand zum Brett resultierte zunächst aus dem verhaltenen Anlauftempo Schäches. In ihrem vierten Versuch zeigte Schäche dann, wozu sie wirklich in der Lage ist. Bei leichtem Gegenwind lief sie aktiver an als zuvor und setzte einen Sprung deutlich über die 12 m-Marke. Unglücklicherweise trat sie dabei mit der Fußspitze am Absprungbalken über, so dass der Sprung ungültig gegeben wurde. Im Folgenden fehlte Schäche dann etwas die Kraft, so dass ihr im letzten Versuch leider ob guter Anlaufgestaltung nur noch ein Sprung auf 11,22m gelang. Nach dem Wettkampf, den sie mit knapp 2m Vorsprung vor den Konkurrentinnen gewann, zeigte sich Schäche enttäuscht, da es ein ums andere Mal trotz sehr guter und ansteigender Leistungskurve und viel Kampfgeist wieder nicht gereicht hatte. Dennoch zeigt der ungültige 12m-Satz, wozu Schäche momentan zu springen in der Lage ist, wenn alles zusammenkommt. Mit jedem weiteren Wettkampfsprung in den nächsten vier Wochen wird es nach Meinung Ihres Trainers immer realistischer, dass sie im Hop-Step-Jump einen dieser sehr weiten und längst überfälligen Sätze gültig in die Grube setzt.

Nun hat sie noch die Möglichkeit am 25.05. in Olpe, am 02.06. in Lüdenscheid und am 15./16.06 bei den Westfalenmeisterschaften in Gladbeck die geforderte Norm zu springen. Ob sie am kommenden Wochenende in Olpe starten kann, ist aber aufgrund einer bestehenden leichten Erkältung noch nicht sicher.

Weitere News