Medaillenregen gibt Auftrieb für anstehende Mehrkampfmeisterschaften

TV Jahn Leichtathletinnen absolvieren erfolgreichen Testwettkampf in Hagen

Sammelten in Hagen fleißig gute Plazierungen, Medaillen
und Bestleistungen: v.l. Deborah Klinge, Johanna Ide, Martin Lange
(Trainer), Sanja Terkuhlen und Shania Klinge vom TV Jahn Rheine

Am vergangenen Samstag nahmen die jüngsten Neuzugänge der Leichtathletikabteilung des TV Jahn Rheine Shania und Debora Klinge sowie die Routiniers Sanja Terkuhlen und Johanna Ide beim Herbstmeeting in Hagen teil. Dieser Wettkampf sollte als kleiner Test für die am kommenden Wochenende stattfindenden Kreismehrkampfmeisterschaften in Rheine dienen.

Ihren ersten Starts für den TV Jahn Rheine hatten Shania und Debora Klinge im 100m-Sprint und im Kugelstoßen der Frauenklasse. In beiden Disziplinen hatte Debora die Nase im internen Duell mit ihrer Zwillingsschwester Shania leicht vorne. In 14,02 s erreichte Debora den Bronzeplatz und Shania überquerte als fünfte die Ziellinie nach einem etwas schwächeren Start in 14,84s. Im Kugelstoßen wurde Debora vierte mit einer Weite von 5,19m und Shania erneut fünfte mit 4,86m. Für beide war es noch etwas ungewohnt, das 4kg schwere Wurfgerät mit ausreichend Kraft in den Sektor zu stoßen. Mit etwas Training sind daher in Zukunft sicherlich größere Weiten zu erwarten.

Ebenfalls bei den Frauen ins Rennen ging Sanja Terkuhlen. Die Hochspringerin nahm zunächst am Hochsprung teil und überquerte in souveränen Versuchen alle Höhen einschließlich der 1,54m, was ihr den Sieg einbrachte. Für die neue Besthöhe von 1,57 m reichte es trotz ausreichender Sprunghöhe auch dieses Mal aufgrund kleiner Technikprobleme leider nicht. Im anschließenden Kugelstoßen holte Terkuhlen vor den Zwillingen mit guten 8,53 m die Bronzemedaille. Am Ende stellte sich Terkuhlen noch der Weitsprungkonkurrenz. Mit technisch sehr sauberen Sprüngen gelang es ihr im für Frauen ungewöhnlichen und selten praktizierten Laufsprungstil 4,81 m zu springen und sich damit erneut den Sieg zu sichern. Terkuhlen ärgerte sich nach dem Wettkampf etwas, da Ihre technischen Leistungen richtig stark waren, aber sie aus dem Training heraus und nach der langen Wettkampfsaison nicht mehr ganz so schnelle Beine hatte, wie bei den Wettkämpfen der letzten Wochen.

Gleiches Bild zeigte sich bei Dreisprungspezialistin Johanna Ide (WJU18). Auch bei ihr war die sich langsam einschleichende Ermüdung nach einer anstrengenden Saison zu erkennen. Dennoch schlug sich Ide achtbar und stellte im Rahmen ihrer fünf Disziplinen drei Bestleistungen auf. Im 100m-Sprint Verbesserte sie in 13,44s pulverisierte sie ihre bestehende Bestzeit um etwa 1 Sekunde. Mit dieser Zeit errang sie den 3. Platz. Im Kugelstoßen verbesserte sie ihre alte Bestleistung um 31 cm auf genau 9,00 m und bescherte sich damit erneut die Bronzemedaille. Im Speerwurf gelang ihr ein Wurf auf die neue Bestweite von 23,79m und den damit einhergehenden Silberrang. Im Hochsprung konnte sie mit übersprungenen 1,51m leider nicht an ihre Besthöhe von 1,58 m anschließen. Trotz sehr hoher Sprünge passte das Timing bei der Lattenüberquerung noch nicht und sie riss jedes Mal mit den Fersen unglücklich die Latte. Mit ihrer Sprunghöhe gewann Ide ihren Wettbewerb und sammelte damit ihre vierte Medaille. Im abschließenden Weitsprung gab Ide noch mal alles, aber in Ihrer fünften Disziplin sah man ihr an, dass sie im Laufe des langen Tages einige Federn gelassen hatte. Dennoch sprang sie trotz technisch eher schwacher Absprünge immerhin noch 5,33 m und blieb damit nur 7 cm unter ihrer Bestweite. Sie gewann damit auch diesen Wettbewerb sehr souverän. Ide war mit ihren Leistungen sehr zufrieden, da sie die Disziplinen nur selten auf dem Trainingsplan stehen hatte und wie schon erwähnt, am Ende einer anstrengenden und kräftezehrenden Saison steht.

Auch Trainer Martin Lange zeigte sich mit den Leistungen und den neun Podiumsplätzen seiner vier Schützlinge sehr zufrieden und ist nun gespannt, was am kommenden Wochenende beim Mehrkampf noch drin ist. Dort werden Debora und Shania Klinge ihren ersten Dreikampf absolvieren und Ide und Terkuhlen sich der Herausforderung eines Siebenkampfes stellen.

 

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