Lob für Engagement-Projekt des TV Jahn

Viele Teilnehmer bei ZI:EL-Veranstaltung in der Stadthalle

Moderator Dennie Klose im Gespräch mit Ingrid Arndt-Brauer und Jens Spahn.

Am Montag stellte der TV Jahn-Rheine im Rahmen des Stadtforums „Junges Engagement“ sein Projekt aus dem ZI:EL-Programm der Deutschen Sportjugend vor. Seit 2014 führt der Verein Maßnahmen zur Steigerung der Engagementbereitschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch. Über 20 kleinere und größere Veranstaltungen und Workshops wurden in diesem Zeitraum durchgeführt, um Jugendliche zu erreichen und sie mit dem Thema Ehrenamt in Berührung zu bringen. Dass Rheines größter Sportverein Erfolge vorzuweisen hat, zeigen die Zahlen, die Moderator Dennie Klose verkündete: 2.500 Jugendliche wurden mit dem Projekt erreicht, fast 200 Jugendliche nahmen an Workshops in den Bereichen Medien, Teambuilding und an Zukunftswerkstätten teil. Dafür nahm der Verein über 80.000€  in die Hand, wovon etwa 60.000€ vom Bund als Förderbeitrag überwiesen wurden.

 

„Ja, das lohnt sich“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Ralf Kamp den 130 Teilnehmern zur Begrüßung. Wer heute junge Menschen für das Engagement im Verein gewinne, habe morgen einen Pool von fähigen Menschen, die Führungsaufgaben übernehmen könnten und wollten.

Das Programm hat dem TV Jahn bei dem Erreichen dieses Ziels geholfen. „Wir haben uns immer gefragt, was Jugendliche eigentlich interessiert“, sagte Projektleiter Martin Möhring. „Früher haben wir häufig den Fehler gemacht, Jugendliche zu einer langfristigen Aufgabe im Verein überzeugen zu wollen. Wir wissen mittlerweile, dass wir viel deutlicher auf die Interessen der Jugendlichen eingehen müssen, um einen Draht zu ihnen zu bekommen“, führte er fort. Das die Themen dabei nicht immer einen direkten Bezug zum Sport haben müssen, sei dabei kein Problem. „In Vereinen gibt es vielfältige Aufgaben, nicht jeder muss Trainer oder Übungsleiter werden“, verdeutlichte Möhring den Ansatz des Vereins.

Dr. Peter Lüttmann, Bürgermeister der Stadt Rheine, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement und berichtete von  eigenen Erlebnissen und Erfahrungen, die als junger Mensch in diesem Bereich erlebt beziehungsweise gesammelt hat. Er lobte dabei die Arbeit des TV Jahn und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass andere Vereine von den Erkenntnissen des Projekts profitieren könnten.

Ebenfalls zu Gast waren die beiden Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer (SPD) und Jens Spahn (CDU). Beide zeigten sich begeistert von den Möglichkeiten, die durch das Bundesprogramm geschaffen wurden. Jens Spahn machte deutlich, warum man von innovativen Projekten dieser Art durchaus wichtige Ergebnisse erwarten könne, von denen andere Organisationen profitieren sollten: „Nicht jeder Verein kann von einer Förderung in diesem Rahmen profitieren und die Dauer der Förderung für den TV Jahn ist begrenzt“. Ingrid Arndt-Brauer zeigte sich besonders beeindruckt von der Zahl der Jugendlichen begeistert, die mit der Veranstaltung erreicht werden konnten: „Das heute so viele Kinder und Jugendliche hier sind zeigt mir, dass der Verein tolle Arbeit geleistet hat. Ich selbst habe vier Kinder und weiß wie schwierig es ist, den Kontakt als Jugendlicher zum Verein aufrecht zu erhalten“.

Matthias Hansen, Koordinator der Deutschen Sportjugend für verschiedene ZI:EL-Projekte, konnte den Teilnehmern Einblicke in die Strukturen und Abläufe des Programms liefern und hob die Zusammenarbeit mit dem TV Jahn hervor. Wichtig aus seiner Sicht sei nun, dass andere Vereine die entwickelten Konzepte nutzen, um sie auf ihre Strukturen herunter zu brechen. Das ZI:EL-Programm selbst richte sich aber vor allem an größere Vereine mit hauptamtlichen Strukturen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung waren vor allem die vielen jugendlichen Teilnehmer gefragt, die beim World Café zu verschiedenen Fragen rund um das Thema Ehrenamt diskutierten und ihre Ideen einbrachten. Die Vereinsverantwortlichen konnten aus den Ergebnissen weitere wichtige Erkenntnisse im Umgang mit jungen Menschen sammeln und wollen weiter mit den Teilnehmern im Gespräch bleiben. „Wir werden das Thema Anfang des kommenden Jahres erneut aufgreifen und möchten mit Jugendvertretern konkrete Schritte erarbeiten, wie man Jugendliche bei ihrem Engagement unterstützen sollte. Die Stadt Rheine hat bereits signalisiert, sich daran zu beteiligten“, freut sich Ralf Kamp in seiner Abschlussrede.

Anschließend überreichte Kamp den Teilnehmern die druckfrische Dokumentation des Projekts, von der nun andere Vereine und Organisationen profitieren sollen. Die Dokumentation ist kostenlos im Sportpark jahn-Rheine erhältlich und wird auf Wunsch Interessierten zur Verfügung gestellt (Kontakt: Martin Möhring, moehring@tvjahnrheine.de).

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