Leichtathleten des TV Jahn Rheine beim Dortmunder Hallensportfest weiter auf dem Vormarsch

Klinge-Zwillinge qualifizieren sich über die 200 m für die Westfalenmeisterschaften

Demonstrierten ihre aufsteigende Form in Dortmund: v.l.:Shania Klinge, Jonas Schwendrat, Deborah Klinge

Am Samstag den 18.01.26 reisten drei LeichtathletInnen des TV Jahn Rheine aus der Leistungsgruppe um Trainer Martin Lange beim Hallensportfest in der Dortmunder Leichtathletikhalle an.

Als erster Starter stellte sich Jonas Schwendrat in der Hauptklasse der Männer dem 60m-Sprint. Der Neuzugang in der Leistungsgruppe hoffte nach den ersten Trainingseinheiten auf eine Zeit unter acht Sekunden und eine Endkampfteilnahme. Letzteres sollte sich im 50 Teilnehmern zählenden und hochkarätig besetzten Starterfeld als schwierig aber nicht unmöglich erweisen. Mit einer sehr guten Reaktion beim Startschuss und einem extrem kräftigen Antritt führte er in seinem Lauf, auf der von ihm noch nie im Wettkampf absolvierten Laufstrecke, in der ersten Hälfe deutlich das Feld an. Dann machten sich seine Unerfahrenheit und noch bestehende technische Mängel im zweiten Laufabschnitt jedoch deutlich bemerkbar. Schwendrat gelang es gegenüber den erfahreneren Athleten nicht, seine Maximalgeschwindigkeit aufrechtzuhalten und musste sich auf den letzten Metern zwei anderen Athleten geschlagen geben. Nach starken 7,25 s erreichte er die Ziellinie und damit sein Ziel unter 8 Sekunden zu bleiben. Leider verpasste er damit hauchdünn das zweite Ziel, die Teilnahme an den Finalläufen um nur 8/100 Sekunden. Mit einem 21. Platz in diesem wirklich hochklassigen besetzten Starterfeld konnte er sich aber sehr zufrieden zeigen. Seine Zeit hätte auch zur Qualifikation zu den Westfalenmeisterschaften gereicht, doch leider war der Meldetermin drei Tage zuvor verstrichen. Mit Lange wurde dann direkt das Ziel formuliert, am zweiten Laufabschnitt zu arbeiten und das nächste Mal unter 7 s zu bleiben. Das Knowhow und das Talent sind zumindest vorhanden.

Nach diesem guten Einstieg von Jonas Schwendrat versuchten sich Debora und Shania Klinge (Frauenklasse) ebenfalls im 60m -Sprint. Motiviert und von Martin Lange gut präpariert, wollten beide ihre erst kürzlich mehrfach verbesserten Bestzeiten erneut unterbieten. Shania musste bereits im zweiten Vorlauf in den Startblock. Leider gelang ihr der Start gar nicht und sie blieb einige Meter hinter den Konkurrentinnen zurück. Dann erreichte sie jedoch schnell ihr Maximaltempo, lief noch zum Feld auf und erreichte in 8,68s das Ziel mit einer um 5/100 Sekunden verbesserten persönlichen Bestleistung. Auch Debora Klinge begann nach dem Startsignal leicht verzögert, schloss aber schnell zu den vor ihr laufenden Athletinnen auf und kämpfte sich an die beiden führenden Sprinterinnen heran. Im Ziel angekommen verbesserte sie ihr persönliche Bestzeit um 7/100 Sekunden auf 8,36s. Abschließend wurde Shania Dreißigste und Debora Dreiundzwanzigste. Beide haben sich mit ihrem Trainer vorgenommen, in der nächsten Zeit verstärkt am Start zu arbeiten und sich so nochmals zu verbessern. Im weiteren Tagesverlauf starteten Debora und Shania Klinge zusätzlich im 200m-Lauf, wobei die zu absolvierende Hallenrunde für beide Neuland darstellte. Im selben Zeitendlauf startend, sprinteten beide deutlich besser aus dem Startblock als bei den 60 Metern und nahmen die erste Kurve mutig in Angriff. Erst in der zweiten Kurve merkten beide die hohe Kraftanstrengung, die für 200m nötig sind und kämpften sich mit letzter Kraft durch das letzte Viertel ins Ziel. Debora erreichte die Ziellinie nach 28,88s und Shania kurz dahinter in 30,79s. Damit erreichten sie die Plätze 18 und 19 in der Gesamtauswertung und konnten sich beide neben den 60m auch über diese Stecke für die anstehenden Westfalenmeisterschaften in Dortmund qualifizieren.

Insgesamt sieben AthletInnen aus der Leistungsgruppe des TV Jahn Rheine um Martin Lange werden nun, in zum Teil mehreren Disziplinen, an den Westfälischen Meisterschaften teilnehmen. Bei allen scheint sich auch weiterhin die Formkurve klar noch oben zu bewegen, so dass alle auf die anstehenden Wettbewerbe hin fiebern. Darüber hinaus hat sich Johanna Ide (WJU20) auch für die Deutschen U20 Hallenmeisterschaften in Sindelfingen im Dreisprung qualifiziert und hofft neben der B-Norm (12,25m) auch noch die A-Norm (12,80) für die sichere Teilnahme bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Männer und Frauen in Dortmund sichern zu können. Dazu stehen ihr noch die beiden Dreisprungwettkämpf (WJu20+Frauen) bei den Westfälischen Hallenmeisterschaften zur Verfügung. Trainer Lange wird sich nun bemühen, das nötige Feintuning, die Stabilität und die mentale Sicherheit im Training mitzugeben, um den AthletInnen zu entsprechendem Zeitpunkt zumindest eine zufriedenstellende Leistung, oder besser, weitere Bestleistungen zu ermöglichen.

 

 

 

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