Krafttraining ist nicht gleich Krafttraining
Welche Trainingsform passt zu mir?

- 05.03.2026
Im letzten Teil dieser Gesundheitsreihe ging es darum, warum Krafttraining für Menschen jeden Alters sinnvoll ist. Dabei wurde deutlich: Krafttraining ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine Trainingsform, die Gesundheit, Stabilität und Leistungsfähigkeit langfristig unterstützt – unabhängig davon, ob man Anfänger oder Fortgeschrittener ist. Doch Krafttraining ist nicht gleich Krafttraining. Es gibt unterschiedliche Formen, die jeweils eigene Vorteile haben.
Eine klassische Variante ist das Krafttraining an Geräten. Geführte Bewegungen ermöglichen eine gute Kontrolle der Ausführung und machen diese Trainingsform besonders gelenkschonend. Gerade für Einsteiger, Wiedereinsteiger oder Menschen mit Beschwerden bietet Gerätetraining eine sichere Möglichkeit, Kraft aufzubauen. Aber auch Fortgeschrittene nutzen Kraftgeräte regelmäßig. Belastung und Bewegungsumfang lassen sich gut anpassen, sodass der Körper gezielt und gleichmäßig trainiert wird.
Eine besonders zeiteffiziente Form ist das chipkartengestützte Krafttraining, wie es beispielsweise in modernen Kraftzirkeln angeboten wird. Nach einer kurzen Einweisung stellen sich die Geräte automatisch auf die jeweilige Person ein. Gewichte, Sitzpositionen und Bewegungsumfänge sind individuell gespeichert und werden regelmäßig angepasst. Dadurch entfällt nicht nur das Einstellen der Geräte, sondern auch die Sorge, falsche Einstellungen vom Vorgänger zu übernehmen. Gerade in stark frequentierten Zeiten – etwa zu Jahresbeginn oder in der Feierabend-Zeit – ist ein weiterer Vorteil, dass keine langen Wartezeiten entstehen. Eine komplette Trainingseinheit lässt sich oft in 20 bis 30 Minuten absolvieren. Diese Trainingsform eignet sich besonders für Menschen mit wenig Zeit oder für diejenigen, die möglichst unkompliziert und strukturiert trainieren möchten. Auch als Ergänzung nach Kursen wird der Kraftzirkel häufig genutzt.
Freies und athletisches Krafttraining bietet wiederum andere Schwerpunkte. Hier stehen Koordination, Stabilität und eine größere Bewegungsfreiheit im Vordergrund. Diese Trainingsform eignet sich besonders für Fortgeschrittene, sportlich Aktive oder Menschen, die gezielt an bestimmten Bewegungsabläufen arbeiten möchten. Auch sportartspezifisches Training lässt sich hier gut integrieren. Voraussetzung ist jedoch eine saubere Technik und idealerweise, wie bei den anderen Trainingsformen auch, eine fachliche Anleitung.
Eine weitere Möglichkeit sind kraftorientierte Kurse. Diese kombinieren Bewegung, Musik und Gruppendynamik. Häufig handelt es sich dabei um Kraftausdauertraining, weniger um gezielten Muskelaufbau. Dennoch sind solche Kurse eine sinnvolle Option für Menschen, die Motivation, Spaß und soziale Aspekte schätzen und Bewegung gerne gemeinsam erleben.
Welche Form des Krafttrainings die richtige ist, hängt von persönlichen Vorlieben, Zielen und dem Alltag ab. Man kann sich bewusst für eine Variante entscheiden oder unterschiedliche Formen kombinieren – beides ist möglich. Entscheidend ist nicht die Trainingsform an sich, sondern dass Krafttraining regelmäßig und passend umgesetzt wird.
Wie oft man trainieren sollte, wie sich Training und Pausen sinnvoll aufteilen lassen und warum sowohl wenige als auch viele Trainingseinheiten funktionieren können, wenn sie richtig aufgebaut sind, darum geht es im nächsten Teil dieser Gesundheitsreihe in 3 Wochen.






















