Johanna Ide holt nach holpriger Saisonvorbereitung Bronze im Dreisprung

Leo Neugebauer und Johanna Ide vertreten den TV Jahn Rheine bei den Westfalenmeisterschaften in Dortmund

Waren zufrieden mit den erbrachten Leistungen bei den
Westfalenmeisterschaften: V.l.: Trainer Martin Lange,
Bronzemedaillengewinnerin Johanna Ide (Dreisprung mit 11,05 m) und
Sprinter Leo Neugebauer

Am vergangenen Samstag nahmen Leo Neugebauer (M14) und Johanna Ide (WJU18) vom TV Jahn Rheine an den Hallen-Westfalenmeisterschaften in Dortmund teil.

Für Ide war es die erste Teilnahme im Dreisprung in der Altersklasse der unter 18-Jährigen.  Dadurch musste sie erstmals auf einer großen Meisterschaft gegen Athletinnen antreten, die ein Jahrgang älter waren als sie selbst. Diese Aufgabe meisterte sie aber ganz ausgezeichnet und dass, obwohl ihre Vorbereitung seit November letzten Jahres alles andere als rund verlief. Mit einem deutlichen Rückstand an Athletik- und Techniktraining fehlt Ide noch die gewohnte Routine und Sicherheit sowie Explosivität in den Sprüngen. Trotzdem zeigte Ide mentale Stärke und bereits im ersten Versuch gelang es ihr mit einem kontrollierten Sicherheitssprung die angestrebte 11m-Marke zu überwinden. Dies gelang ihr bisher nur bei den Kreismeisterschaften am Anfang des Jahres. Mit 11,05m belegte sie nach dem ersten Durchgang Platz 2. Im Zweiten Versuch gab sie dann alles. Im Hop-Step-Jump flog sie deutlich weiter als im Vorgang zuvor, aber leider übertrat sie das Absprungbreit um wenige cm, so dass der Versuch ungültig war. Im dritten Versuch schaffte sie es Auf 10,40 m, sprang aber einen ganzen Meter vor dem Absprungbrett ab. Zu diesem Zeitpunkt belegte Ide Rang drei. Im nächsten Versuch sprang sie dann noch auf ausgezeichnete 10.96m aber man konnte bereits sehen, dass sie langsam die Kräfte verließen. Leider konnte Ide sich auch im 5. und 6. Versuch nicht mehr steigern, so dass sie letztendlich mit ihrer Weite aus dem ersten Versuch einen tollen Bronzerang belegen konnte. Glücklich über ihren hervorragenden dritten Platz aber auch etwas enttäuscht, dass ihre beiden weiten Sprünge nicht ihr wirkliches Sprungvermögen widerspiegelten, das in jedem Fall auch für einen Sieg (11,38 m) gereicht hätte, zog Ide schnell ihr erstes Resümee nach dem Wettkampf: „Ich muss wieder so fit werden, dass ich sechs Sprünge mit voller Kraft in die Grube kriege!“. In dem Punkt konnte ihr ihr Trainer Martin Lange nicht widersprechen!

Leo Neugebauer ging in einem sehr großen und starken Feld im 60-m-Sprint der 14-jährigen an den Start. Er musste sich mit vielen Sprintern und Kaderathleten messen, denen in den großen Vereinen und Kadertrainings häufig den ganzen Winter über eine Leichtathletikhalle mit Sprintbahnen zur Verfügung stehen. Mit einem deutlichen Praxisrückstand gegenüber diesen Athleten gab Neugebauer alles und legte neben einem soliden Start auch eine gute Laufleistung an den Tag, die ihn als sechster in seinem Vorlauf über die Ziellinie sprinten ließ. In 8,77 s lief Neugebauer eine für ihn gute Zeit und blieb nur knapp zwei-zehntel Sekunden hinter seiner Bestzeit. Mit dieser Leistung schaffte er es auf Platz 23 und konnte damit gehobenen Hauptes die Heimreise antreten.

Weitere News