Johanna Ide gewinnt hart umkämpfte Silbermedaille

TV Jahn Leichtathleten mit starken Leistungen bei den Westfalenmeisterschaften

linkes Bild: wurde westfälische Vizemeisterin: Johanna Ide

rechtes Bild: zeigten gute Leistungen trotz der großen Hitze: Sanja Terkuhlen, Leo Neugebauer und Mats Sojka

Am vergangenen Wochenende kämpften Mats Sojka, Leo Neugebauer, Johanna Ide und Sanja Terkuhlen sowohl um Medaillen als auch mit den heißen Wetterbedingungen bei den Westfalenmeisterschaften II/III in Lage. Nicht nur die Umgebungstemperaturen von 33 Grad und die stauende Hitze von über 40 Grad auf der Kunststoffbahn, sondern auch starker Gegenwind machten den Kampf um Medaillen und Bestleistungen zu einer Herausforderung.

Am Samstag stellte sich zunächst Sanja Terkuhlen (Frauenklasse) im Hochsprung dieser Herausforderung. Nach Anlaufproblemen in den letzten Wochen konnte Terkuhlen dieses Mal einen stabileren Anlauf abrufen und überquerte problemlos 1,49 m und 1,54 m. Die danach aufgelegten 1,58 m hätten für sie neue persönliche Bestleistung bedeutet. Leider riss sie trotz deutlich ausreichender Sprunghöhe die Latte drei Mal sehr knapp, da sie die Bogenspannung über der Latte nicht sauber halten konnte. Mit den 1,54 m konnte sich Terkuhlen als sechste einen Platz auf dem Podest der besten Acht sichern. Angesichts des starken Starterfeldes freute sich sehr über diese Platzierung.  

Mats Sojka (M14) und Leo Neugebauer (M15) gingen danach im 100 m-Sprint an den Start. Beide hatten mit starkem und zum Teil böigem Gegenwind von bis zu 3,2 m/s zu tun, was einem trotz aller Mühe das Gefühl vermittelt, sich fast wie in Zeitlupe zu bewegen. Sojka blieb deshalb im Vorlauf mit 13,06 s deutlich über seiner Bestleistung, qualifizierte sich aber trotzdem für die Finalläufe. Dort hatte er einen durchgehend guten Lauf und blieb mit 12,99 s unter der 13-Sekunden-Marke. Mit dieser Zeit erreichte er in der vorderen Hälfte des Starterfeldes Platz 12.

Leo Neugebauer hatte mit den gleichen Bedingungen zu Kämpfen. Nach einem eher mäßigen Start kämpfte er sich in seinem Vorlauf deutlich an die Führenden heran und überquerte die Ziellinie in 13,04 Sekunden. Damit blieb er damit nur wenige Hundertstel hinter seiner Bestleistung zurück und verpasste die um gerade einmal 2/100 s die Finalläufe. Insgesamt wurde Neugebauer Siebzehnter in einem großen Starterfeld. Beide Sprinter konnten sich mit ihren Leistungen sehr zufrieden zeigen.

Am Sonntag musste Sanja Terkuhlen noch Mal an den Start. Im Dreisprung der Frauen konnte sie mit 10,19 m und 10,23 m gleich zwei Mal eine neue Bestleistung aufstellen. Obwohl der zweite Sprung der Dreisprungfolge, der sogenannte “Step“, nicht so weit ging, wie sie es zuvor im Training gezeigt hatte, freute sich Terkuhlen jedoch sehr über ihre Bestleistung und dass sie erneut bei der Siegerehrung der besten Acht das Siegerpodest besteigen und als sechste eine Urkunde entgegennehmen durfte.

Auch Johanna Ide (WJU18) trat im Dreisprung an. Zwischen den ersten drei Springerinnen entspann sich ein spannender Kampf um die ersten drei Plätze. Die Wattenscheider Springerin setzte sich direkt mit Sprüngen von 11,75 m und 11,86 m an die Spitze. Ide sprang im zweiten Versuch 11,38 m, die von der nach ihr folgenden Springerin mit 11,41 m knapp übertroffen wurde und Ide damit auf Rang drei verdrängte. Im dritten Versuch schob sich Ide mit 11,39 m noch mal einen Zentimeter ran. Dieses Ergebnis blieb bis zum letzten Versuch auch so bestehen. Dann nahm Ide abschließend ihre ganzen Energiereserven zusammen und konterte mit sehr guten 11,50 m. Ihre unmittelbare Konkurrentin steigerte sich noch auf 11,47 m und musste sich Ide um nur 3 cm geschlagen geben.  Damit erkämpfte sich Ide den Vizemeistertitel hinter ihrer Kaderkollegin aus Wattenscheid. Insgesamt zeigte sich Ide sehr zufrieden mit dem Wettkampf. Dennoch gab es einen kleinen Wermutstropfen. Leider fehlen ihr für die noch Norm für die Deutschen Jugend-Meisterschaften immer noch 12 cm. Aber aufgrund eines Trainingsrückstands und der Wetterbedingungen waren die geforderten 11,65 m dieses Mal noch nicht drin. Nun bleibt ihr in der kommenden Woche noch eine Möglichkeit die Qualifikationsleistung zu erbringen, die sie hoffentlich ergreifen wird.

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