Internationaler GOJU-Ryu Cup
und NRW Landesmeisterschaft - Jugend/Junioren
- 16.06.2015
„Weniger ist oft mehr“: Mit nur sechs Startern waren die Karatekämpfer vom TV Jahn Rheine am vergangenen Wochenende beim Internationalen Goju-Ryu-Cup im niedersächsischen Schüttorf vertreten. In der Disziplin Kata holten sie zweimal Gold und dreimal Bronze. Damit wurden die Erwartungen bei dem wichtigsten Karateturnier auf deutschem Boden in der Stilrichtung Goju-Ryu mehr als übertroffen.
Für Nina und Lenja Fransbach war dieses Turnier ein gelungener Test für die Deutsche Meisterschaft Ende Juni in Erfurt. Beide konnten bei der Landesmeisterschaft Jugend/Junioren eines der begehrten Tickets ergattern.
Weitestgehend identisch verlief der Wettkampf in der Altersklasse U 16 für die Zwillingsschwestern Lenja und Isabeau Fransbach. Beide starteten mit einem 5:0 Sieg, wurden aber in Runde zwei mit einer 0:5 Niederlage erst einmal gestoppt. Während Lenja Fransbach in der Trostrunde die letzte Chance auf eine Medaille vergab, kämpfte sich ihre Schwester bis auf den Bronzeplatz vor. Zwei Wochen zuvor waren die Medaillen unter den Schwestern genau umgekehrt verteilt. Mit einem dritten Platz bei der Landesmeisterschaft schaffte Lenja Fransbach die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft
Jubeln konnte endlich auch Nina Fransbach. Die 16-jährige Danträgerin qualifizierte sich über einen vorderen Platz bei der Landesmeisterschaft der Junioren ebenfalls für die Deutsche Meisterschaft. Schon oft verpasste die älteste der Schwestern knapp den Sprung auf das Siegertreppchen. Auch am Samstag war der ersehnte Medaillenrang nach der Niederlage in Runde eins in weite Ferne gerückt. Glücklicherweise durfte auch sie noch einmal in der Trostrunde ran. Ihre kämpferischen und kraftvollen Darbietungen überzeugten die Kampfrichter und brachten ihr die ersehnte Bronzemedaille.
Was als Experiment begann endete mit einer riesen Überraschung. Das Kata-Trio der Mädchen war verletzungsbedingt nur mit Lenja und Isabeau Fransbach besetzt. Nina Fransbach sprang ein. Die Geschwister holten nach nur einer Woche intensiver Vorbereitung überraschend die Goldmedaille. Dabei ließen sie gleich drei erfahrene Jungenteams hinter sich, die aufgrund der geringen Meldezahl mit in die Gruppe gelost wurden.
Gewohnt souverän betrat Petra Krautwald die Matte. Ihre langjährige Wettkampferfahrung zahlte sich auch dieses Mal aus. In der Altersklasse Ü35 gewann sie klar mit 4:1 das Finale.
Beflügelt von so viel Frauenpower überzeugte auch Fabian Plegt in der Altersklasse U 18. Zwar verlor auch er in Runde eins das Duell mit einem Athleten aus dem Landeskader Baden Württemberg. Am Ende reichte es aber auch für ihn zum Bronzeplatz.
Erstmals ging Matthis Braam in der Kinderklasse an den Start. Unbeeindruckt von der großen Kulisse zeigte er zwei gute Katas, schied danach aber endgültig aus dem Wettkampf aus.
Brigitte Kipke-Osterbrink





