Ide und Co auf der Jagd nach Meisterschaftsnormen in Hannover und Paderborn
Leichtathletinnen des TV Jahn Rheine stellten am ersten Januarwochenende ihre Form im ersten Wettkampf des Jahres auf den ersten Prüfstand.

Bild links:
Martha und Frieda im Ahornsportpark: v.l. Martha und Frieda Fischer hatten Spaß im ungewohnten Ambiente des Ahornsportparks
Bild rechts:
Gingen erfolgreich im Olympiazentrum in Hannover an den Start: v.l.: Trainer Martin Lange, Johanna Ide, Shania Klinge, Sanja Terjuhlen und Debora Klinge (es fehlt Anni Janssen)
- 14.01.2026
Am vorletzten Wochenende (3./4. Januar) mussten sich die Athleten des TV Jahn Rheine gezwungenermaßen auf verschiedene Wettkämpfe aufteilen, da verschiedene Ausrichter nur ausgewählte Altersklassen oder entsprechende Leistungsniveaus anboten. Daher hieß es für Anni Jannsen (W 14) am Samstag, und für Johanna Ide (WJU20), Sanja Terkuhlen (F), Shania Klinge (F) sowie Debora Klinge (F) am Sonntag den längeren Weg zum hochklassig besetzten Hallensportfest im Qlympiastützpunkt nach Hannover zu nehmen, während es für Frieda Fischer (W15) und ihre jüngere Schwester Martha (W12) in die Leichtathletikhalle nach Paderborn ging.
Anni Jannsen ging motiviert im Schülerfeld (W14) im Weitsprung an den Start. Die frischgebackenen 5m Springerin (5,01m) hatte sich im Anbetracht der Vorleistungen erneut Hoffnungen auf 5m-Sprünge gemacht, zumal die im Dezember erbrachten 5,01 m bereits die Norm für die Westfalenmeisterschaften bedeuteten und ihr damit früh Qualifikationsdruck von den Schultern genommen wurde. Athletisch zeigte sich Anni in ausgezeichneter Form, doch leider zeigten sich im Anlauf noch Unregelmäßigkeiten, die dazu führten, dass sie einige richtig gute und weite Sprünge übertrat. So standen für sie am Ende leider nur 4,75 m und ein fünfter Platz in einem starken Springerfeld zu Buche. Nun gilt es für Anni bis zu den Westfalenmeisterschaften Ende Januar einen stabilen Anlauf zu erarbeiten und erneut ihr eigentliches Leistungsvermögen zu zeigen.
Seit Dezember von gesundheitlichen Problemen immer noch angeschlagen und gezeichnet trat Johanna Ide Im Drei- und Weitsprung erstmals in der Altersklasse der weiblichen Jugend U20 an. Glücklicherweise hatte auch sie bereits im Dezember die für die Deutschen Meisterschaften erforderliche Norm (11,90m) mit ihrem 12,50m Sprung abgehakt. Trotz noch unsicherer Technik und schwerfälliger Beine gelang es ihr im Dreisprung den Hop-Step- Jump mit viel Kampfgeist auf 11,90m zu ziehen. Diese für sie persönlich eher enttäuschende Leistung bedeuteten im hochkarätig besetzten Feld den 1. Platz und die Bestätigung der Deutschen U20-Norm (11,90m). Im Weitsprung fehlten ihr nach dem kräftezehrenden Dreisprung dann deutlich die Körner für eine gute Weitsprungleistung. Mit 5.03 m belegte sie Platz 6. und sicherte sich damit aber die Teilnahme an den westfälischen Meisterschaften.
Sanja Terkuhlen zeigte sich ebenfalls noch in der Findungsphase. Nach Veränderungen im Kraft- und Techniktraining zeigen sich bei ihre in Teilbereichen positive Veränderungen, die es aber noch gilt in eine effektive Bewegung zusammenzuführen. So gelang es ihr im Dreisprung mit 10,25 m nahe an ihre Hallenbestleistung (10,26m) heranzuspringen, aber die Sprünge im Einspringen zeigten, dass wenn alles etwas besser zusammenkommt auch Sprünge auf größere Weiten möglich sind. Gleiches konnte man auch beim Hochsprung beobachten. Hier sprang sie 1,54 m und konnte sich mit der Bronzemedaille einen Podiumsplatz sichern. Auch hier ist langfristig mit mehr Routine (ca. 100-150 Trainingssprünge) damit zu rechnen, dass es über die 1,60 m gehen wird. Beide Leistungen sichern Terkuhlen die Teilnahme an den westfälischen Meisterschaften.
Shania und Debora Klinge nahmen beide am 60-M-Sprint und dem anschließenden Weitsprung teil. Beide Athletinnen zeigten sich gut in Form und stellten in Ihren Disziplinen jeweils zwei neue Bestleistungen auf. Shania erreichte das Ziel in einem national sehr stark besetzten Sprinterinnenfeld als 35.te in 8,73 s. Ihre Schwester Debbi belegte in 8,47 s Rang 29. Für beide bedeuten die Zeiten mit großer Wahrscheinlichkeit die Teilnahme an den westfälischen Meisterschaften. Im Weitsprung verbesserte sich Shania auf 4,49m und sicherte sich damit Platz 11. Debbi sprang auf die neue Bestweite von 4,68m und erreichte Rang 8. Mit etwas Glück könnten beide mit diesen Leistungen ebenfalls bei den Westfalenmeisterschaften dabei sein.
Martha und Frieda Fischer starteten am Sonntag bei den Hallenkreismeisterschaften im Ahorn-Sportpark. Für beide war es der erste Wettkampf in einer großen Leichtathletikhalle und somit in einer gänzlich ungewohnten Umgebung und Atmosphäre.
Frieda Fischer (W15) begann mit dem 60m-Lauf. Sie sprintete in einer Zeit von 9,31s über die Ziellinie und wurde damit dreizehnte in ihrer Altersklasse. Ihre Schwester Martha versuchte sich in der gleichen Disziplin in der Altersklasse W12. Nach einem aktiven und mutigen Lauf über die gesamte Länge von 60m stoppte die Uhr im Ziel bei 9,86s. Damit erreichte sie exakt ihre bestehende Bestzeit und sicherte sich einen guten elften Platz.
Frieda startete abschließend noch über die 60m-Hürden. Hier erreichte sie nach einem technisch soliden Lauf in 10,99 Sekunden das Ziel und wurde vierte in der Gesamtwertung bei den W15. Ob diese Leistung für die Westfalenmeisterschaften ausreichen wird, wird sich aufgrund der hohen Zahl an Konkurrentinnen in der kommenden Woche noch zeigen müssen.
Trainer Martin Lange und Wolfgang Göcken zeigten sich mit den erbrachten Leistungen zufrieden. Athletisch und technisch sind fast alle Athleten solide Unterwegs. Mit dem anstehenden Training sollte noch etwas mehr Routine und Selbstvertrauen aufgebaut werden, so dass auf weitere Leistungssteigerungen und Bestleistungen zu den anstehenden Meisterschaften Ende Januar und im Laufe des Februars gehofft werden kann.










