Hackerangriff legt IT-Systeme lahm

- 23.01.2024
Eine unliebsame Überraschung erlebten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TV Jahn zum Jahresstart. Am 2. Januar funktionierten verschiedene IT-Systeme des Sportvereins nicht mehr. Der IT-Dienstleister des Sportvereins wurde informiert und es stellte sich heraus, dass der TV Jahn Opfer eines Hackerangriffs wurde.
Kriminelle haben sich nach bisherigen Erkenntnissen Zugang zum System verschafft, um eine Verschlüsselungssoftware zu installieren. Das Ziel eines solchen Angriffs besteht in der Regel darin, das Opfer zu erpressen. Die Schadsoftware blockiert Computersysteme, in dem es Daten verschlüsselt und somit unbrauchbar macht. Die Angreifer fordern anschließend Geld, wobei die Zahlung keine Garantie für die Freigabe der verschlüsselten Daten bietet.
Erfolg hatten die Angreifer in diesem Fall nicht, denn der Sportverein investiert seit Jahren viel Geld in die Sicherheit seines IT-Systems und ist deshalb gut gegen Angriffe gerüstet. Ohne Zusammenarbeit mit Spezialisten geht heutzutage auf dem Gebiet der IT-Sicherheit nichts mehr, betont Ralf Kamp, Vorstandsvorsitzender des Vereins: „IT- und Datensicherheit sind für uns von großer Bedeutung. Wir arbeiten deshalb schon seit vielen Jahren mit Dienstleistern zusammen, die unsere Systeme so sicher wie möglich aufstellen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber wir können die Wahrscheinlichkeit von erfolgreichen Angriffen reduzieren und den Schaden begrenzen“, erklärt er.
In diesem Fall wurde eine Datensicherung aufgespielt und der Angriff konnte unterbunden werden, dennoch sind mit dem Vorfall Kosten im mittleren vierstelligen Bereich entstanden. „Wir haben natürlich Anzeige bei der Polizei erstattet, diese ermittelt auch bereits. Zusätzlich haben wir den Vorfall bei der Landesdatenschutzbeauftragten gemeldet. Wir gehen von keinem hohen Risiko dafür aus, dass personenbezogene Daten gestohlen wurden, möchten aber offen und transparent darüber informieren, dass sich Kriminelle in unseren Systemen bewegt haben“, so Kamp. Mit den Experten des Dienstleisters und der Behörden wird nun das weitere Vorgehen abgestimmt. Der Verein bittet darum, dass sich Mitglieder melden, sollten sie ungewöhnliche Vorgänge bemerken, beispielsweise E-Mails unbekannter oder überraschender Absender erhalten (Ansprechpartner: Lars Steinigeweg, Datenschutzkoordinator des TV Jahn, lars.steinigeweg@tvjahnrheine.de).











