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Leichtathletin des TV Jahn Rheine deklassiert die Konkurrenz bei den Bezirksmeisterschaften in Recklinghausen und bestätigt die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugend-Meisterschaften im Dreisprung
Am vergangenen Sonntag reiste Franziska Kock vom TV Jahn Rheine mit ihrem Trainer Martin Lange nach Recklinghausen, um dort an den ausgerichteten Bezirksmeisterschaften teilzunehmen. Kock startete im Weitsprung und im Dreisprung der weiblichen Jugend B und musste sich der Konkurrenz aus Großvereinen wie Wattenscheid und Gladbeck stellen.
Zunächst trat sie bei schwierigen Windverhältnissen und zum Teil böigen Gegenwinden im Weitsprung an. Bereits im ersten Versuch gelang es Kock auf gute 5,31 m (bei 1,9 m/s Gegenwind!) zu springen und setzte sich damit direkt an die Spitze des 23-köpfigen Springerfeldes. Trotz ihrer danach wieder aufkeimenden Fußprobleme und extrem langen Wartezeiten, konnte sich Kock mit technisch eher schwachen Versuchen in den beiden folgenden Durchgängen auf 5,37 m verbessern. Damit blieb sie nur 10 cm unter ihrer bestehenden Bestleistung und qualifizierte sich als beste Springerin des Feldes für das Finale der besten acht. Hier machte sie aber nur noch einen halbherzigen Versuch und beendete dann aufgrund ihrer Fußschmerzen den laufenden Wettkampf vorzeitig. Da keine der Konkurrentinnen im Finaldurchgang weiter sprang als Kock, gewann die sechzehnjährige trotz der verzichteten Sprünge den Wettbewerb. Am Ende zeigte sich Kock mit ihrer Leistung zufrieden, da sie mit einem gesunden Fuß und der üblicherweise besseren Sprungtechnik ihre bisherige Bestmarke von 5,47 m deutlich hätte übertreffen können.
Im folgenden Dreisprung legte Kock noch eins drauf. Nachdem sie vor zwei Wochen erstmals einen Dreisprung bestritten hatte und mit 11,53 m sofort das Ticket für die Deutschen Jugend-Meisterschaften löste, ging sie entsprechend locker an diesen Wettbewerb heran. Bereits in den ersten drei Versuchen legte sie mit 11,20m, 11,25m und 11,48m eine beeindruckend stabile und gute Serie hin und führte die Konkurrenz überlegen mit fast einem Meter Vorsprung an. Im Finaldurchgang verlängerten Kock und ihr Trainer spontan den Anlauf, da ihr der bisherige Anlauf nicht die Möglichkeit bot ihr Potential voll auszuschöpfen. Im 4. Versuch lief Kock dann zunächst auch deutlich über, das Absprungbrett hinaus, wodurch der Sprung ungültig gegeben wurde. Im 5. Versuch erzielte sie nach Korrektur des Anlaufs durch ihren Trainer 11,24 m, war aber vorsichtshalber sehr verhalten Angelaufen und daher deutlich vor dem Brett abgesprungen und verschenkte dadurch an Weite. Im sechsten und letzten Versuch passte dann alles. Nach einem unglaublich guten Hop (Auftaktsprung) folgte ein guter Step (Zwischensprung) und überrascht durch ihr gutes Sprunggefühl und die zurückgelegte Weite ein mäßiger Jump (Endsprung). Unter dem Strich kamen aber ausgezeichnete 11,72 m heraus und damit der Sieg und ein neuer Vereinsrekord, der bisher vom Sprungtalent Julia Stockmann mit 11,65 m gehalten wurde. Gleichzeitig bedeutete diese Weite die Kadernorm für den Westfalenkader Dreisprung für das kommende Jahr und den momentanen vierten Platz in der deutschen Bestenliste. Damit bewies Kock, dass die 11,53 m vom letzten Wettkampf keine Eintagsfliege waren, sondern im Gegenteil, sie Weiten von 12m und mehr realisieren kann und somit (abgesehen von der Fußverletzung, die es noch auszukurieren gilt) gut für die deutschen Meisterschafteen Anfang August in Jena gerüstet ist. Entsprechend zufrieden traten Athletin und Trainer die Heimreise an und werden nun entsprechend motiviert auf dieses große Ereignis hinarbeiten.
Bilderserie: Franziska Kock fliegt im Hop-Step-Jump auf 11,72 m und platziert sich damit auf Rang vier der aktuellen deutschen Jugend-Bestenliste.
Bilder (1 - 3): Anlauf/Absprungvorbereitung Bilder (4 -6): Hop (Einbeinsprung, bei dem auf dem gleichen Bein gelandet wird, mit dem man auch abgesrungen ist, hier: rechtes Bein - rechtes Bein) Bilder (7 - 9): Step (Sprung mit Beinwechsel, hier: Wechsel vom rechten aufs linke Bein) //insgesamt ergibt sich der Sprungrhythmus rechts-recht-links bei Franziska// Bilder (10 - 12): Jump (Sprung in die Grube, mit anschließender Landung in der Grube) Bilder (13 - 16): Landung
Bilder (1 -2): Franziska Kock beim Weitsprung
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