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Leichtathleten des TV Jahn Rheine mit starker Ausbeute bei den Kreismeisterschaften
Am vergangenen Wochenende nahm die Leichtathleten des TV Jahn Rheine an den Kreismeisterschaften der Leichtathletik in Ibbenbüren Schierloh teil. Nach den wetterbedingt guten Trainingsmöglichkeiten der letzten Wochen glänzten die Jahnathleten mit ausgezeichneten Leistungen und heimsten ausnahmslos mindestens einen Kreismeistertitel ein.
Die stärkste Leistung des Tages brachte dieses Mal eindeutig die talentierte Nachwuchsathletin Franziska Kock (W Jgd. B). Wegen einer Fußverletzung, an der sie nun seit über drei Wochen laboriert, war ihr Start zunächst sogar fraglich, bzw. ihre Leistungsfähigkeit am Wettkampftag deutlich eingeschränkt. Dennoch entschied sie sich am Weit- und Dreisprung ihrer Altersklasse teilzunehmen.
Bei wechselnden Wetterbedingungen und gelegentlichen heftigen Schauern, ging Kock zunächst am Weitsprung den Start. Aufgrund ihrer Fußverletzung legte sie alles in die ersten beiden Versuche, die zwar mit Landungen deutlich hinter der 5,50 m-Marke wirklich stark, aber leider wenige Millimeter am Absprungbrett übergetreten und somit ungültig waren. Im Folgenden flog sie mit einem eher schwachen Sprung auf 5,22 m und sicherte sich trotzdem mit großen Abstand zur Zweitplatzierten den Kreismeistertitel. Die für die deutschen Jugendmeisterschaften zu erbringende Norm von 5,75m, mit der sie trotz der Fußverletzung aufgrund ihrer Trainingsleistungen insgeheim geliebäugelt hatte, konnte sie dieses Mal leider noch nicht erbringen.
Entsprechend unzufrieden ging Kock einige Stunden später in ihren ersten Dreisprungwettkampf überhaupt. Erst zu Beginn der Freiluftsaison, hatte sie mit ihrem Trainer Martin Lange beschlossen, sich im Dreisprung zu versuchen. So hat sie in den letzten sechs Wochen sukzessive an ihrer Technik gearbeitet und sich aufgrund ihrer guten Sprungausbildung schnell eine durchaus vorzeigbare Technik des Hop-Step-Jump angeeignet. Diese rief sie jetzt trotz ihrer bestehenden Fußschmerzen ab und erreichte bereits im zweiten Versuch 11,42 m und blieb damit nur acht Zentimeter unter der geforderten Norm von 11,50 m für die deutschen Jugendmeisterschaften. Nach diesem Sprung musste der laufende Wettkampf zunächst aufgrund eines heftigen Regenschauers unterbrochen werden. Im folgenden Wettkampfverlauf steigerte sich Kock trotz der Pause und nun glitschiger und regennasser Anlaufbahn auf exzellente 11,53 m. Damit sicherte sie sich ihren zweiten Titel und knackte gleichzeitig die DM-Norm um drei Zentimeter und kann nun am 05.08. das erste Mal in ihrer Sportlerkarriere zu den deutschen Jugendmeisterschaften fahren, die dieses Jahr in Jena ausgerichtet werden.
Eine ebenfalls starke Leistung brachte Julia Stockmann. Die Bundeskaderathletin startete zunächst im Hochsprung der weiblichen Jugend A. Hier machte sie nur zwei Sprünge bei 1,60m und 1,70 m, die sie beide problemlos überquerte. Danach brach sie den laufenden Wettkampf als Kreismeisterin wegen wiederkehrender Knieschmerzen ab. Aus diesem Grund konnte Stockmann die angestrebte Norm von 1,71m bzw. 1,72 m für die deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften nicht an diesem Tage erbringen. Aus Sicht von Trainer Lange stellt dies jedoch kein größeres Problem dar, da Stockmann auf den noch anstehenden Wettkämpfen die Norm mit großer Sicherheit erbringen wird. Nach dem Hochsprung konzentrierte sie sich auf den noch anstehenden Weitsprung und erstmals auf den 200m-Sprint. Im Weitsprung errang sie mit guten 5,24 m den Vizemeistertitel und den 200 m Lauf absolvierte sie in ausgezeichneten 27,32 s und belegte abschließend noch mal Bronzerang.
Aus einem beruflich stark reduzierten Training heraus nahm Dominik Rapp in der Hauptklasse der Männer teil. Er sprang trotz deutlicher technischer Mängel und schweren Beinen gute 6,21m weit und sicherte sich so den Meistertitel. Auch im 100 m Lauf blieb er deutlich unter seiner Bestleistung von 11,60 s und sprintet in 12,05 s auf Rang drei.
Ebenfalls bei den Männer startete Manfred Wüllenkämper. Im Hochsprung belegte er mit einer für ihn nicht zufrieden stellenden Leistung von 1,50 m den Kreismeistertitel. Weitsprung brachte er es auf 4,72 m, was für ihn eine durchaus gute Weite bedeutete und ihm den Vizemeistertitel einbrachte. Im abschießenden 100 m Sprint wurde er in 14,28 s noch fünfter.
Ausnahmslos nur erste Plätze belegten wieder Mal die Senioren des TV Jahn Rheine. Trainerin Dörthe Lange (Altersklasse W 35) schaffte erneut das Trippel. Sie gewann in 15,38 s den 100m-Lauf, mit 3,91 m den Weitsprung und mit 8,37 m den abschließenden Dreisprung.
In der Altersklasse W30 starteten Christina Grabowsky und Christian Schepers. Grabowsky stellte sich erstmals dem 100m-Hürdenlauf, den sie zuvor nur wenige Male erprobt hatte. Dennoch lief sie ein technisch und rhythmisch ansprechenden Lauf und kam in für sie ausgezeichneten 21,89s. Damit verfehlte sie die Senioren-DM-Norm nur um knappe 2 Sekunden. Diese Zeit wird sie bei weiterem Training sicherlich unterbieten können. Den Weitsprung gewann sie mit der neuen Bestweite von 3,65 m.
Schepers trat dieses Mal nur im 100 m -Sprint an. Nach einem leichten Stolperer im Startbereich, fand er wieder gut in seinen Lauf und konnte die Konkurrenten in Schach halten, so dass er zu der Gesamt ausbeute der Jahnathleten ebenfalls einen Meistertitel beisteuerte.
Ergebnisse sind hier
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