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Historisch - TV Jahn erwirbt Haus und Grundstück
Dienstag, 27. September 2011

Erwerb_Haus_GermanenalleeAm vergangenen Donnerstag wurde der Kaufvertrag zum Haus „Germanenallee 4“ vom TV Jahn und der Stadt nach mehrjährigen Gesprächen abgeschlossen. Ralf Kamp und Hermann Raumann für den Vorstand des Vereins sowie Christoph Isfort für die Stadt unterzeichneten in Anwesenheit des Notars Brockmeier den Vertrag. Damit hatte der größte Sportverein in Rheine erstmals in seiner Vereinsgeschichte ein Haus und vor allem ein Grundstück erworben. Denn alle Sportstätten in dem 60.000m² großen Sportpark des TV Jahn stehen auf städtischem Grund, den der Verein in Erbbaurecht nutzt. Die Sportstätten selbst gehören dem TV Jahn, wurden aber neu errichtet, nicht gekauft. „Es ist zwar ein historischer Moment. Da dieser aber unser Vereinsleben und unsere Vereinsangebote nicht direkt spürbar beeinflusst, wird er sicher nicht so stark wahrgenommen werden wie beispielsweise die Errichtung unseres Kindergartens 1995 oder der Ausbau des Fitness-Studios 2008“, macht Ralf Kamp, Vorsitzender des TV Jahn-Rheine, deutlich.

Mit dem Erwerb des Hauses, in dem der TV Jahn unter anderem seine Geschäftsstelle beheimatet, ist auch gleichzeitig der Startschuss für eine Sanierung des Hauses gegeben. Ralf Kamp erklärt warum: „Das Haus ist von der Bausubstanz her in keinem guten Zustand. Das war auch jedem bei dem Kauf klar und wurde mit bewertet. Nun stehen also Maßnahmen an, die vor allem auch die Energieeffizienz wesentlich verbessern werden“. Bislang hatte der Verein als Mieter keine großen Investitionen getätigt, doch durch den Besitz ändert sich das natürlich grundlegend. „Als Eigentümer können wir selbstverständlich viel besser in die Zukunft des Gebäudes investieren“, so jahn-Präsident Klaus-Dieter Remberg und macht deutlich, dass dazu mehrere Schritte erforderlich sind: „Bei diesem Haus ist ein mehrjähriges Sanierungskonzept erforderlich. Wir hoffen, dass wir die wichtigsten Dinge möglichst umgehend hinbekommen. Ansonsten werden wir immer wieder etwas an ´unserem Haus` machen müssen“. Grundsätzlich stand und steht auch noch ein Abriss und Wiederaufbau in der Diskussion. „Doch das“, so Remberg, „kommt nur in Frage, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist. Und diese Frage kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.“

Einschränkungen soll es bei der Betreuung der Mitglieder und Mitarbeiter nicht geben. „Wir haben schließlich verschiedene Räume. Ab und zu werden wir wohl etwas improvisieren müssen, aber viel werden unsere Mitglieder nicht von der Sanierung spüren“, ist Ralf Kamp optimistisch.

Und wie haben Ralf Kamp und Hermann Raumann den Zeitpunkt nach dem erstmaligen Erwerb eines Grundstücks empfunden? „Etwas hektisch, da bereits 15 Minuten später das Richtfest zur Erweiterung des Kindergartens anstand“, schließt Kamp schmunzelnd ab.

 
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